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Einleitung und Downloads

Tyll Zybura, Katharina Pietsch

Inhaltsverzeichnis

Ausgangsproblematik

Elfen sind im DSA-System schon immer mit dem leicht anstößigen Flair der esoterischen Alleskönnerinnen und Überheldinnen behaftet gewesen. Elfen können alles, wissen alles, brauchen nicht an Götter zu glauben und überhaupt: sie sind schöner, gewandter, besser - ein Anreiz für viele Spieler, unbedingt einen Elfen spielen zu wollen. Um eine übermäßige Häufigkeit von Elfencharakteren zu vermeiden und das Überelfen-tümelnde DSA-Konzept vor der Vereinnahmung durch Powergamer zu schützen, wurden Elfen zu esoterischen Waldphilosophen stilisiert, die - wenn sie wirklich Elfen sein sollen - "eigentlich unspielbar" sind.

Dies ist natürlich etwas spitz formuliert und vielleicht übertrieben - aber unserer Meinung nach besteht zwischen den Beschreibungen in "Geheimnisse der Elfen" und der Behandlung von Elfen als Spielercharaktere eine Aporie, die das Problem, wie man einen Elfen im Rollenspiel angemessen darstellen kann, nicht löst, sondern es verstärkt!

Das äußert sich vor allem in der extrem nachlässigen Behandlung der elfischen Magie: Im Compendium Salamandris wird noch ausdrücklich gesagt, daß Elfen quasi genauso wie Magier zaubern; an jeder zweiten Akademie werden Elfenzauber als Hauszauber bzw. gar in elfischer Repräsentation gelehrt; an jeder dritten ist ein eigentlich 'unbekannter' Elfenspruch verfügbar und das Liber Cantiones (in dem die Zauber der modernen Gildenmagie entsprechend dargestellt werden) ist auch für Elfenspieler die einzige Referenz für elfische Zauber.

Zwar geht DSA4 immerhin soweit, den Elfen ebenso wie den anderen Magietraditionen nominell eine eigene "Repräsentation" zuzugestehen, doch die Inkonsequenz dabei offenbart sich schnell: Die allermeisten elfischen Zauber gibt es auch in anderen Repräsentationen, und Zauber wie RUHE KÖRPER oder SOMNIGRAVIS gehören sogar ausdrücklich zu den allgemein verbreiteten Magiersprüchen. Ganze 13 Zauber genuin elfischer Herkunft sind Gilenmagierinnen in keiner Form zugänglich, was in keinem Verhältnis zum umgekehrten Vergleich steht: 76 Zauber genuin gildenmagischer Herkunft sind für Elfen nicht zugänglich. Nicht, daß es in unserem Interesse wäre, daß alle diese Zauber von Elfen erlernt werden könnten - wir wollen hier nur verdeutlichen, daß die stärkere Grenzziehung zwischen den Magiekulturen, die von der Redaktion für 'Zauberei & Hexenwerk' angekündigt war und sich regeltechnisch in der erschwerten Steigerung für Fremdrepräsentationen zeigen sollte, sich offenbar zumindest faktisch nicht auf die Gildenmagierinnen bezieht. Eine Gildenmagierin kann immer noch die allermeisten Zauber in ihrer eigenen Repräsentation erlernen, so daß sich die Unterschiede zwischen den Traditionen für diese kaum einmal bemerkbar machen.

Wenn man die jeweiligen besonderen Eigenheiten und die Eigenständigkeit der Magietraditionen wirklich ernst nähme, bestände ein dringender Klärungsbedarf bezüglich der Frage, wie eigentlich ein Mitglied einer Tradition einen Zauber in einer fremden Repräsentation (also zumeist von einem Mitglied einer fremden Tradition) erlernen kann. Inhaltliche Überlegungen dazu finden sich in der Z&H-Box nicht.

Hier soll deswegen ein neues Konzept von elfischer Magie im expliziten Kontrast zur gildenmagischen Zauberei entworfen werden. Unter der Prämisse, daß die Zauberkunst einer Elfe einen großen Teil ihres Wesens ausmacht, steht dabei im Vordergrund, Elfenspielerinnen Mittel an die Hand zu geben, mit denen sie die Magie (und darüber auch den Charakter) ihrer Elfe rollenspielerisch konsequent darstellen können!

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Übersicht über die Kapitel

Kurze Geschichte der Elfenmagie

Zunächst folgt ein kurzer Überblick über die Geschichte und Entwicklung der elfischen Zauberei, anhand dessen wir Elfenmagie und Gildenmagie vergleichen können.

Madayas Träume

Dann werden die mythischen und metaphysischen Hintergründe der elfischen Magie etwas genauer dargestellt und davon ausgehend Sichtweisen der Elfen selbst auf ihr eigenes Magiewirken und Magieempfinden näher erkundet.

Elfische Zauberhandlungen

Auf der Grundlage dieser beiden Kapitel können wir nun für die elfische Magie ein Konzept entwerfen, das einerseits systematisch genug ist, um im Spiel verwendbar zu sein, andererseits esoterisch genug, um das elfische Flair zu bewahren.

Schicksalswesen und Wesenszauber

Dann werden wir konkreter und machen den Versuch, das DSA4-System auf elfische Seins- und Zauberweise zu übertragen. So rücken wir von der Elfe als Alleskönnerin mit einer handvoll recht willkürlich ausgewählter elfischer Hauszauber ab und wenden uns der Elfe als 'schicksalsbewußtem' Wesen zu. Wir versuchen hier, unverbindliche Archetypen wie die Waldläuferin oder Sippenwächterin zu finden, deren Magie so individuell ist, wie ihr Schicksalswesen.

Betrachtung der Elfenzauber

Schließlich betrachten wir die einzelnen Elfenzauber genauer und versuchen ihren genuin elfischen Charakter herauszuarbeiten, wie er eben im Liber Cantiones manchmal vernachlässigt wird. Dabei fließt natürlich unsere Auffassung von elfischer Magie in die Beschreibungen ein. Ergänzend versuchen wir, die Elfenlieder stärker ins eigentliche Rollenspiel einzubringen.

Elfische Gildenmagie?

Im letzten Abschnitt geht es um das bereits genannte Problem, daß es zahlreiche Magierakademien gibt, an denen laut Quellenbüchern nicht nur elfische Zauberei, sondern auch elfisches Zaubern gelehrt wird. Die dort geäußerten Gedanken können vielleicht eine Grundlage für detailliertere Lösungen des Problems bieten.

Anhang: Elfen und die Elemente

Schließlich wenden wir uns der oft aufgeworfenen Frage nach elfischem Elementarismus zu und geben einen Artikel wieder, der im Jahre 30 Hal von den Magistern Travian Norfold und Thorn Fjordson zu Thorwal verfaßt wurde.

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Downloads

Feyamandra (DSA4-Version)

42 Seiten, 10.02.2004

Da die Feyamandra-Seiten sich recht extensiv darbieten, ist hier der Download einer druckfähigen Abschrift aller sieben Kapitel und Anhang bereitgestellt. Dies ist die überarbeitete Fassung für das DSA4-System, die sich insbesondere bei den Zauberbeschreibungen von der DSA3-Version unterscheidet, aber auch echte Ergänzungen und Neufassungen enthält.

Feyamandra (DSA3-Version)

33 Seiten, 10.02.2004

Zwar ist Feyamandra mittlerweile entsprechend dem DSA4-Magiesystem aktualisiert, wir wollen hier aber dennoch auch die alte DSA3-Version zum Download bereitstellen. Diese Fassung ist zudem erweitert worden durch einen weiteren Anhang von Morgul, der den Traktat aus tulamidischer Perspektive kommentiert - dieser Anhang findet sich noch nicht in der DSA4-Version!

Traktate zur Magie der Elfen

51 Seiten, 01.09.2002

Die Feyamandra-Spielhilfe geht von ihrer Idee her auf eine Reihe von Artikeln zurück, die wir gemeinsam im Opus Veritatis Scientiaeque veröffentlicht haben. In diesen Artikeln wenden sich zwei Gildenmagier gegen die gildenmagische Okkupation der Elfenmagie und versuchen, mit einer systematischen Terminologie eine neue gildenmagische Herangehensweise an elfische Magie zu eröffnen. Diese vorliegende Spielhilfe ergänzt die aventurischen Texte der Artikelserie um irdische Ausführungen und Regelvorschläge, ist aber auch eigenständig verständlich. Die Lektüre der "Traktate zur Magie der Elfen" legen wir Euch nichtsdestotrotz wärmstens ans Herz. Es handelt sich übrigens um den erfolgreichsten Download des Wolkenturms!

Die Opus-Artikel sind auch im Schwarzen Limbus einzusehen, so wie sie ursprünglich erschienen sind.

Kleine Zaubereien für Elfen

4 Seiten, 01.07.2003

Viele Fähigkeiten und Eigenschaften, die Elfen in den Augen der Menschen zu geheimnisvollen und fremdartigen Wesen machen, beruhen auf Magie. Wo aber sind die Grenzen der "natürlichen" Fähigkeiten und wo fängt der "Einsatz" von Magie zu ihrer Unterstützung an? Daß dies oftmals auch ein Elf selbst nicht beantworten könnte, macht wohl mit den Reiz des Rollenspiels eines Elfen als eines selbstverständlich und natürlicherweise magischen Wesens aus.

In dieser Spielhilfe sind 20 kleine Zaubereien beschrieben, die genau auf jener Grenze zwischen "natürlichen" Fähigkeiten und "echten" Zaubern liegen. Diese Zaubereien sind nicht dazu geeignet, große Effekte hervorzubringen - ihr Zweck ist es, im Rollenspiel deutlicher machen zu können, daß Elfen magische Wesen sind, für die Magie ein völlig natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil ihres Lebens und nicht wie bei Gildenmagiern von ihrem sonstigen körperlichen, geistigen und seelischen Selbst abgetrennt ist.

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