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Sambolero 27.10.2006, 16:31 Uhr ~ #46 Hi! @Dom: Wie Du schon sagst, mit weiteren Produkten kann man ein breiteres Publikum erreichen. Es muessen ja nicht nur die genannten Produkte sein. Gut, Werbung kostet. Aber das Internet ist ideal um hier und da Banner zu verteilen, die zu einer solchen Seite mit dazugehoerigen Downloads fuehren. Ich bin da ganz optimistisch. Wobei Workshops in Schulen und Einrichtungen (die fuer alles moegliche Kurse geben) auch was sein koennten. So was habe ich weiter oben schon gelesen und fand die Idee auch nicht schlecht. @Heldi: Das ist wirklich ne klasse Idee und wuerde bestimmt bei vielen Leuten gut ankommen. Man muss die aber vorher schon ausfiltern, es gibt ja doch viele Menschen, die so ein (Quasi-)Liverollenspiel albern finden koennten. Gruss Sambolero
27.10.2006, 16:31 Uhr ~ #46
Hi!
@Dom: Wie Du schon sagst, mit weiteren Produkten kann man ein breiteres Publikum erreichen. Es muessen ja nicht nur die genannten Produkte sein. Gut, Werbung kostet. Aber das Internet ist ideal um hier und da Banner zu verteilen, die zu einer solchen Seite mit dazugehoerigen Downloads fuehren. Ich bin da ganz optimistisch. Wobei Workshops in Schulen und Einrichtungen (die fuer alles moegliche Kurse geben) auch was sein koennten. So was habe ich weiter oben schon gelesen und fand die Idee auch nicht schlecht.
@Heldi: Das ist wirklich ne klasse Idee und wuerde bestimmt bei vielen Leuten gut ankommen. Man muss die aber vorher schon ausfiltern, es gibt ja doch viele Menschen, die so ein (Quasi-)Liverollenspiel albern finden koennten.
Gruss
Sambolero
Dom 27.10.2006, 18:25 Uhr ~ #47 Ich habe auf der SPIEL so was ähnliches wie die von Heldi beschriebenen Spiele gesehen: Eine Art Einmalabenteuer für ein Life-Rollenspiel-Krimi mit vorgefertigten Rollen. Interessanterweise war der Stand nicht in der Rollenspiel-Halle. Begründung von der Autorin: Sie hätte sich mit Rollenspielern darüber unterhalten und diese hätten gesagt, das es kein Rollenspiel sei, weil keine Würfel und kein SL dabei wären und es außerdem nix mit Phantastik (Fantasy/SF) zu tun hat. Dom, sich jetzt endlich mal die Statistik anschauend
27.10.2006, 18:25 Uhr ~ #47
Ich habe auf der SPIEL so was ähnliches wie die von Heldi beschriebenen Spiele gesehen: Eine Art Einmalabenteuer für ein Life-Rollenspiel-Krimi mit vorgefertigten Rollen.
Interessanterweise war der Stand nicht in der Rollenspiel-Halle. Begründung von der Autorin: Sie hätte sich mit Rollenspielern darüber unterhalten und diese hätten gesagt, das es kein Rollenspiel sei, weil keine Würfel und kein SL dabei wären und es außerdem nix mit Phantastik (Fantasy/SF) zu tun hat.
Dom, sich jetzt endlich mal die Statistik anschauend
Dom 27.10.2006, 18:57 Uhr ~ #48 So, habs mir jetzt mal angesehen, daher ein Doppelpost von mir. 1. Die zitierte Statistik ist nicht nur auf Rollenspiele, sondern auf Spiele im Allgemeinen bezogen. Rollenspieler hatten dabei aber einen großen Anteil (ca. 1/3). 2. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Sie war weltweit im Internet erreichbar, d.h. hier ist zu befürchten, dass gerade die jüngeren und weniger gebildeten Spieler, die nicht schon auf einschläigen Spieleseiten im Netz unterwegs waren, von dieser Umfrage nichts mitgekriegt haben. 3. Die meisten der Befragten stammt aus den USA (73%), so dass die Ergebnisse nicht auf die hiesigen Verhältnisse übertragen werden können. 4. Settembrini hat GNS nicht verstanden ;) (und auch die Ergebnisse der Umfrage ohne Sinn und Verstand einfach interpretiert.) 5. Wir sind immer noch nicht wirklich viel schlauer als vorher. Dom
27.10.2006, 18:57 Uhr ~ #48
So, habs mir jetzt mal angesehen, daher ein Doppelpost von mir.
1. Die zitierte Statistik ist nicht nur auf Rollenspiele, sondern auf Spiele im Allgemeinen bezogen. Rollenspieler hatten dabei aber einen großen Anteil (ca. 1/3).
2. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Sie war weltweit im Internet erreichbar, d.h. hier ist zu befürchten, dass gerade die jüngeren und weniger gebildeten Spieler, die nicht schon auf einschläigen Spieleseiten im Netz unterwegs waren, von dieser Umfrage nichts mitgekriegt haben.
3. Die meisten der Befragten stammt aus den USA (73%), so dass die Ergebnisse nicht auf die hiesigen Verhältnisse übertragen werden können.
4. Settembrini hat GNS nicht verstanden ;) (und auch die Ergebnisse der Umfrage ohne Sinn und Verstand einfach interpretiert.)
5. Wir sind immer noch nicht wirklich viel schlauer als vorher.
Dom
Mustafa ben Ali 27.10.2006, 19:27 Uhr ~ #49 Ich habe da eine andere Theorie. Mit wem und was habt Ihr in der Kindheit gespielt? 1. Mit Freunden irgendetwas draußen, sei es Fußball, Federball, etc. 2. Mit den Eltern Gesellschaftsspiele. Wie sieht es heute aus? Punkt 1 bleibt. Punkt 2 wird ersetzt durch PC.
27.10.2006, 19:27 Uhr ~ #49
Ich habe da eine andere Theorie.
Mit wem und was habt Ihr in der Kindheit gespielt?
1. Mit Freunden irgendetwas draußen, sei es Fußball, Federball, etc.
2. Mit den Eltern Gesellschaftsspiele.
Wie sieht es heute aus?
Punkt 1 bleibt. Punkt 2 wird ersetzt durch PC.
Kronosjian 27.10.2006, 20:36 Uhr ~ #50 @Mustafa: Ich kenne ehrlich gesagt niemand, der über die Eltern und den Spielen mit ihnen zum Rollenspiel kam. Selbst über den Weg der anderen Gesellschaftsspiele kenne ich niemanden. Was ich kenne ist Dein Weg 1, nämlich den Einstieg in das Spiel über Freunde (woher die das wieder hatten, keine Ahnung? Das Ganze allerdings nicht nur im großen Garten, sondern auch im großen Spielzimmer... Also aus meiner Sicht zieht die Theorie nicht. Gruß Ulrich
27.10.2006, 20:36 Uhr ~ #50
@Mustafa: Ich kenne ehrlich gesagt niemand, der über die Eltern und den Spielen mit ihnen zum Rollenspiel kam. Selbst über den Weg der anderen Gesellschaftsspiele kenne ich niemanden. Was ich kenne ist Dein Weg 1, nämlich den Einstieg in das Spiel über Freunde (woher die das wieder hatten, keine Ahnung? Das Ganze allerdings nicht nur im großen Garten, sondern auch im großen Spielzimmer...
Also aus meiner Sicht zieht die Theorie nicht.
Gruß
Ulrich
Heldi 27.10.2006, 23:42 Uhr ~ #51 @ Sambolero: Das mit der Filterung halte ich auch für nötig. Sozusagen als Kriterium für die Vorauswahl. Meine Parameter sind da 1. Wie findet er/sie/es Herr der Ringe und/oder Historienfilme? 2. Wie groß ist die Vorstellungskraft? 3. Wie groß ist das Interesse an Theater und die Gabe für Empathie im Allgemeinen? (4. Grad der formalen Bildung!) @ Mustafa: Ich saß auch vor dem PC und halte das auch nicht für schädlich. Kommt eben alles auf die Proportionen an. Im Winter kann man auch mit Freunden “Computer spielen”.
27.10.2006, 23:42 Uhr ~ #51
@ Sambolero: Das mit der Filterung halte ich auch für nötig. Sozusagen als Kriterium für die Vorauswahl. Meine Parameter sind da
1. Wie findet er/sie/es Herr der Ringe und/oder Historienfilme?
2. Wie groß ist die Vorstellungskraft?
3. Wie groß ist das Interesse an Theater und die Gabe für Empathie im Allgemeinen?
(4. Grad der formalen Bildung!)
@ Mustafa: Ich saß auch vor dem PC und halte das auch nicht für schädlich. Kommt eben alles auf die Proportionen an. Im Winter kann man auch mit Freunden “Computer spielen”.
Gast 28.10.2006, 06:38 Uhr ~ #52 Ich hätte meine Theorie wohl erläutern müssen. Ich habe, dass ich mit meinen Eltern gespielt habe, gelernt, mehrere Stunden am Tisch zu sitzen, um zu spielen. Diese Erfahrung fehlt einigen Kids von heute, finde ich.
28.10.2006, 06:38 Uhr ~ #52
Ich hätte meine Theorie wohl erläutern müssen.
Ich habe, dass ich mit meinen Eltern gespielt habe, gelernt, mehrere Stunden am Tisch zu sitzen, um zu spielen. Diese Erfahrung fehlt einigen Kids von heute, finde ich.
Krassling 30.10.2006, 20:59 Uhr ~ #53 Geht es hier eher um die Frage, was man als Verlag tun müsste/könnte/sollte, wenn man Neulinge anwerben will, oder was der gemeine Fanboy dafür tun kann? Im Bezug auf DSA sehe ich da zwei unterschiedliche Ansätze. Zum einen haben wir das Produkt selbst und hier vor allem die Regeln. Sicher kann man sagen, dass DSA sich mit der vierten Edition endgültig vom Einsteigerrollenspiel entfernt hat. Es geht aber immer noch schlechter. Meine Vettern haben mal angefangen ein Fantasy-Rollenspiel (ich glaube Mittelerde RPG) zu spielen und waren von den Regeln so abgeschreckt, dass sie das ganze erst mal wieder auf Eis gelegt haben. Ob sich der Trend irgendwann wieder umkehren wird und man die Regeln wieder verschlanken wird (wie bei SR) vermag ich nicht zu sagen. Abgesehen davon, dass der Regelwust Anfänger abschreckt bleibt aber auch festzuhalten, dass gerade Neulinge oft ihr Herzblut in Regeln und Charakteroptimierung stecken. Also ist vielleicht gerade das auch eine Eigenschaft, die es braucht, um erfolgreich zu sein. Zur Produktpolitik selbst bleibt zu sagen, dass man sich bei FanPro vorbildlich um Anfänger bemüht. Es gibt immer wieder Abenteuer, die explizit für Anfänger geschrieben und auch als solche beworben werden. Der zweite Punkt, der meiner Meinung nach heute den Erfolg von DSA garantiert, ist die “Comunity”. Also wir alle hier. Das die Kids heute eher einen Computer mit Internet ihr Eigen nennen, als eine wohl sortierte Bibliothek wurde ja schon erwähnt. Dies führt aber auch dazu, dass sich jeder auf den verschiedenen Seiten Tipps, Material und Anregungen holen kann. Die Gemeinschaft der DSA-Spieler liefert einen Support, für den man in anderen Branchen teuer bezahlen muss. Auch wenn heute jedes Rollenspiel eine Präsenz im Internet hat, so kann DSA hier doch ganz eindeutig punkten.
30.10.2006, 20:59 Uhr ~ #53
Geht es hier eher um die Frage, was man als Verlag tun müsste/könnte/sollte, wenn man Neulinge anwerben will, oder was der gemeine Fanboy dafür tun kann?
Im Bezug auf DSA sehe ich da zwei unterschiedliche Ansätze.
Zum einen haben wir das Produkt selbst und hier vor allem die Regeln. Sicher kann man sagen, dass DSA sich mit der vierten Edition endgültig vom Einsteigerrollenspiel entfernt hat. Es geht aber immer noch schlechter. Meine Vettern haben mal angefangen ein Fantasy-Rollenspiel (ich glaube Mittelerde RPG) zu spielen und waren von den Regeln so abgeschreckt, dass sie das ganze erst mal wieder auf Eis gelegt haben. Ob sich der Trend irgendwann wieder umkehren wird und man die Regeln wieder verschlanken wird (wie bei SR) vermag ich nicht zu sagen. Abgesehen davon, dass der Regelwust Anfänger abschreckt bleibt aber auch festzuhalten, dass gerade Neulinge oft ihr Herzblut in Regeln und Charakteroptimierung stecken. Also ist vielleicht gerade das auch eine Eigenschaft, die es braucht, um erfolgreich zu sein.
Zur Produktpolitik selbst bleibt zu sagen, dass man sich bei FanPro vorbildlich um Anfänger bemüht. Es gibt immer wieder Abenteuer, die explizit für Anfänger geschrieben und auch als solche beworben werden.
Der zweite Punkt, der meiner Meinung nach heute den Erfolg von DSA garantiert, ist die “Comunity”. Also wir alle hier. Das die Kids heute eher einen Computer mit Internet ihr Eigen nennen, als eine wohl sortierte Bibliothek wurde ja schon erwähnt. Dies führt aber auch dazu, dass sich jeder auf den verschiedenen Seiten Tipps, Material und Anregungen holen kann. Die Gemeinschaft der DSA-Spieler liefert einen Support, für den man in anderen Branchen teuer bezahlen muss. Auch wenn heute jedes Rollenspiel eine Präsenz im Internet hat, so kann DSA hier doch ganz eindeutig punkten.
Tsarabella 01.11.2006, 16:36 Uhr ~ #54 Ich finde die Idee mit dem kostenlosen Teaser wie bei Cthulhu eigentlich gan toll. Wäre das – FanPros Einverständnis vorausgesetzt – nicht mal was für einen Wettbewerb? Absolute Einsteigerabenteuer, die (vielleicht unter Einbeziehung der Archetypen, deren Charakterbögen man sich angeblich bereits ausgefüllt bei Fanpro runterladen kann) schon im Spiel an so Dinge heranführen wie das Würfeln einer Eigenschafts- oder Talentprobe, den Neulingen erklären, was es mit Vor- und Nachteilen auf sich hat oder den grundsätzlichen Ablauf eines Kampfes verdeutlichen. Natürlich auch mit entsprechenden Hilfestellungen für den Neumeister, und von einer Länge, daß man es an einem oder zwei Abenden durchbekommen kann. Und mit reichlich Hinweisen, wie viel mehr Spaß man in Aventurien haben kann... Schon die Abwesenheit der Generierungsregeln und des ganzen restlichen Gesocks verhindert, das die Regelbücher überflüssig werden, aber es macht vielleicht den einen oder anderen neugierig. Dann kann man sich nämlich auch daran machen, sich zu überlegen, wo und wie man es potentiellen Interessenten zugänglich machen könnte, die nur noch nicht wissen, was da ihr neues Lieblingshobby wird. Tsarabella
01.11.2006, 16:36 Uhr ~ #54
Ich finde die Idee mit dem kostenlosen Teaser wie bei Cthulhu eigentlich gan toll.
Wäre das – FanPros Einverständnis vorausgesetzt – nicht mal was für einen Wettbewerb? Absolute Einsteigerabenteuer, die (vielleicht unter Einbeziehung der Archetypen, deren Charakterbögen man sich angeblich bereits ausgefüllt bei Fanpro runterladen kann) schon im Spiel an so Dinge heranführen wie das Würfeln einer Eigenschafts- oder Talentprobe, den Neulingen erklären, was es mit Vor- und Nachteilen auf sich hat oder den grundsätzlichen Ablauf eines Kampfes verdeutlichen. Natürlich auch mit entsprechenden Hilfestellungen für den Neumeister, und von einer Länge, daß man es an einem oder zwei Abenden durchbekommen kann. Und mit reichlich Hinweisen, wie viel mehr Spaß man in Aventurien haben kann...
Schon die Abwesenheit der Generierungsregeln und des ganzen restlichen Gesocks verhindert, das die Regelbücher überflüssig werden, aber es macht vielleicht den einen oder anderen neugierig.
Dann kann man sich nämlich auch daran machen, sich zu überlegen, wo und wie man es potentiellen Interessenten zugänglich machen könnte, die nur noch nicht wissen, was da ihr neues Lieblingshobby wird.
Tsarabella
Dom 01.11.2006, 17:20 Uhr ~ #55 @Tsarabella: DAS find ich ja mal ne wirklich gute Idee! Abenteuer, die man gänzlich ohne Regel- und Hintergrundkenntnis spielen kann, als Abenteuerwettbewert (G&T???). Dom
01.11.2006, 17:20 Uhr ~ #55
@Tsarabella: DAS find ich ja mal ne wirklich gute Idee! Abenteuer, die man gänzlich ohne Regel- und Hintergrundkenntnis spielen kann, als Abenteuerwettbewert (G&T???).
Sambolero 01.11.2006, 18:29 Uhr ~ #56 Ja, das klingt wirklich sehr gut, wenn man das danna auf einer Downloadseite zusammenfasst und einer breiten Masse unterbreiten ist das sicherlich ein Clou. Wie schon gesagt, so etwas macht Lust auf mehr.
01.11.2006, 18:29 Uhr ~ #56
Ja, das klingt wirklich sehr gut, wenn man das danna auf einer Downloadseite zusammenfasst und einer breiten Masse unterbreiten ist das sicherlich ein Clou. Wie schon gesagt, so etwas macht Lust auf mehr.
Mustafa ben Ali 02.11.2006, 20:14 Uhr ~ #57 Habt Ihr schon den neuen Newsletter von Fanpro schon gelesen? Sie überlegen sich tatsächlich die Einsteigerregeln online zur Verfügung zu stellen.
02.11.2006, 20:14 Uhr ~ #57
Habt Ihr schon den neuen Newsletter von Fanpro schon gelesen? Sie überlegen sich tatsächlich die Einsteigerregeln online zur Verfügung zu stellen.
Dom 02.11.2006, 20:24 Uhr ~ #58 Guter Hinweis, irgendwie landet mein Newsletter immer im Spam :( Ich bin ja mal gespannt, wie/ob da was passiert. Dom
02.11.2006, 20:24 Uhr ~ #58
Guter Hinweis, irgendwie landet mein Newsletter immer im Spam :(
Ich bin ja mal gespannt, wie/ob da was passiert.
Mustafa ben Ali 02.11.2006, 20:35 Uhr ~ #59 Ansonsten hier klicken
02.11.2006, 20:35 Uhr ~ #59
Ansonsten hier klicken
Dominic 03.11.2006, 09:47 Uhr ~ #60 Dann geb ich zu dem Thema auch mal meinen Senf ab :-)... Ich kenne viele Leute, deren erste Konfrontation mit Rollenspiel eine ziemlich negative Erfahrung war und sehe das als ein Hauptproblem. Grund war in den mir bekannten Fällen meist der, dass die meisten Rollenspieler innerhalb ihres Hobbies ziemliche Insider sind und sich durch ihr Verhalten absichtlich oder unabsichtlich gegenüber Neulingen sehr abschotten: Statt neue Rollenspieler mal an die Hand zu nehmen und langsam ins Spiel einzuführen, werden die Neuen von Anfang an mit einer Unzahl an Regeln, “Nerd”-mäßigen Insider-Witzen und ähnlichem konfrontiert, so dass für einen normalen Menschen, der noch nie was von Rollenspiel gehört hat, der Eindruck entsteht, “dass das alles Bekloppte sind”. Und nicht zu unrecht... :-) Ich finde, Rollenspieler haben einfach eine Szene kreiert, in der sie sich wohlfühlen, die auf Außenstehende aber oft ziemlich befremdlich wirkt. Prozentual sind mMn recht viele Rollenspieler auch nicht besonders gut darin, sich in einen Außenstehenden mal hineinzudenken und ihm ihr Hobby mal vernünftig zu erklären, sondern sehen ihn eher als störenden Fremdkörper und sind in vielen Fällen “sozial unkompatibel”. Viele Spieler akzeptieren es auch einfach nicht, dass jemand einfach mal nur zuschaut, sondern verlangen, dass er mitspielen soll und werfen ihn einfach ins kalte Wasser. Es wird selten darauf eingegangen, dass “der Neue” evtl. gar nicht weiß, was man von ihm erwartet und was er tun soll. Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es sehr hilft, anfangs mal ein möglichst “freies” Rollenspiel ohne viele Regeln zu machen. Wenn möglich, macht einfach mal einen Abend ohne Regeln und macht Rollenspiel, also vermittelt ihm das, worum es eigentlich geht oder zumindest gehen sollte, denn genau dafür will man die Neulinge ja interessieren. Verzichtet einfach mal einen Abend auf zu viel Regelsprache, haltet alles einfacher als sonst usw.. Möchte der Neuling gleich schon mitspielen, lasst ihn seinen Charakter evtl. einfach mal nur im Geist entwerfen, ohne die hunderte von Werten, Talenten, oder gebt ihm zumindest nur ein Set von Grundwerten mit, wie z.B. nur die 8 Eigenschaften und einen AT und PA-Wert, dann könnt ihr die allereinfachsten grundregeln wie das Würfeln eines W20 auf eine Eigenschaft, ja schonmal vermitteln. Ich denke, DSA 4 ist für so eine Art des Spielens zwar nicht gerade ideal – da gibt es bessere Rollenspiel dafür – aber es passt schon. Helft ihm vielleicht, eine passende Rasse, Kultur und Profession zu finden, die er spielen möchte und sprecht mit ihm durch, wie er sich seinen Charakter so vorstellt. Fertig. Dem Helden seine Werte zu geben, kann man irgendwann später immer noch. Möchte er nur zuschauen, dann auch okay. Achtet darauf, dass das Abenteuer für einen Außenstehenden verständlich ist. Eine kurze, abgeschlossene Handlung wäre zu bevorzugen. Ermahnt eure Spieler, offen zu sein, den Neuen ggbnfls. anzuspielen und nicht nur untereinander Insider-Wissen auszutauschen, damit nicht der EIndruck von einem Haufen Trottel entsteht. Das sind so ein paar Tipps, die bei mir schon erfolgreich funktioniert haben und mit denen ich schon Leute für Rollenspiel interessiert habe, von denen man normalerweise nicht denken würde, dass sie sowas interessieren könnte.
03.11.2006, 09:47 Uhr ~ #60
Dann geb ich zu dem Thema auch mal meinen Senf ab :-)...
Ich kenne viele Leute, deren erste Konfrontation mit Rollenspiel eine ziemlich negative Erfahrung war und sehe das als ein Hauptproblem. Grund war in den mir bekannten Fällen meist der, dass die meisten Rollenspieler innerhalb ihres Hobbies ziemliche Insider sind und sich durch ihr Verhalten absichtlich oder unabsichtlich gegenüber Neulingen sehr abschotten:
Statt neue Rollenspieler mal an die Hand zu nehmen und langsam ins Spiel einzuführen, werden die Neuen von Anfang an mit einer Unzahl an Regeln, “Nerd”-mäßigen Insider-Witzen und ähnlichem konfrontiert, so dass für einen normalen Menschen, der noch nie was von Rollenspiel gehört hat, der Eindruck entsteht, “dass das alles Bekloppte sind”. Und nicht zu unrecht... :-)
Ich finde, Rollenspieler haben einfach eine Szene kreiert, in der sie sich wohlfühlen, die auf Außenstehende aber oft ziemlich befremdlich wirkt. Prozentual sind mMn recht viele Rollenspieler auch nicht besonders gut darin, sich in einen Außenstehenden mal hineinzudenken und ihm ihr Hobby mal vernünftig zu erklären, sondern sehen ihn eher als störenden Fremdkörper und sind in vielen Fällen “sozial unkompatibel”. Viele Spieler akzeptieren es auch einfach nicht, dass jemand einfach mal nur zuschaut, sondern verlangen, dass er mitspielen soll und werfen ihn einfach ins kalte Wasser. Es wird selten darauf eingegangen, dass “der Neue” evtl. gar nicht weiß, was man von ihm erwartet und was er tun soll.
Ich habe in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass es sehr hilft, anfangs mal ein möglichst “freies” Rollenspiel ohne viele Regeln zu machen. Wenn möglich, macht einfach mal einen Abend ohne Regeln und macht Rollenspiel, also vermittelt ihm das, worum es eigentlich geht oder zumindest gehen sollte, denn genau dafür will man die Neulinge ja interessieren. Verzichtet einfach mal einen Abend auf zu viel Regelsprache, haltet alles einfacher als sonst usw..
Möchte der Neuling gleich schon mitspielen, lasst ihn seinen Charakter evtl. einfach mal nur im Geist entwerfen, ohne die hunderte von Werten, Talenten, oder gebt ihm zumindest nur ein Set von Grundwerten mit, wie z.B. nur die 8 Eigenschaften und einen AT und PA-Wert, dann könnt ihr die allereinfachsten grundregeln wie das Würfeln eines W20 auf eine Eigenschaft, ja schonmal vermitteln. Ich denke, DSA 4 ist für so eine Art des Spielens zwar nicht gerade ideal – da gibt es bessere Rollenspiel dafür – aber es passt schon. Helft ihm vielleicht, eine passende Rasse, Kultur und Profession zu finden, die er spielen möchte und sprecht mit ihm durch, wie er sich seinen Charakter so vorstellt. Fertig. Dem Helden seine Werte zu geben, kann man irgendwann später immer noch.
Möchte er nur zuschauen, dann auch okay.
Achtet darauf, dass das Abenteuer für einen Außenstehenden verständlich ist. Eine kurze, abgeschlossene Handlung wäre zu bevorzugen.
Ermahnt eure Spieler, offen zu sein, den Neuen ggbnfls. anzuspielen und nicht nur untereinander Insider-Wissen auszutauschen, damit nicht der EIndruck von einem Haufen Trottel entsteht.
Das sind so ein paar Tipps, die bei mir schon erfolgreich funktioniert haben und mit denen ich schon Leute für Rollenspiel interessiert habe, von denen man normalerweise nicht denken würde, dass sie sowas interessieren könnte.
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