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Thema: Gruppenkonstellation

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Onar Flammenbart

30.10.2003, 16:49 Uhr ~ #1

Mich interessiert durch welche Charaktere sich eure Gruppen zusammensetzten, welches Regelwerk ihr benutzt und ob in jedem Abenteuer die selbe Person die Meisterrolle ausübt.

Ich fang mal mit meiner aktuellen Runde an.

Wir haben uns entschieden mit nur drei Personen am Spieltisch zu sitzen. Das ganze läuft folgendermaßen ab:

Reihum arbeitet jeder ein eigenes Abenteuer aus, in dem er natürlich anschließend die Rolle des Spielleiters übernimmt. Die anderen beiden spielen das Abenteuer. Der Charakter des aktuellen Meisters tritt während seines Abenteuers in der Regel nicht aktiv auf, allerdings ist auch diese inaktive Zeit für den Charakter von Nutzen: Er kann sich anderen Tätigkeiten, die in einem entsprechenden zeitlichen Rahmen liegen, widmen. Dies könnten beispielsweise Reisen, Besuche bei Freunden, Erlernen neuer oder verbessern alter Fähigkeiten, Studium eines Buches, Aufsuchen eines Lehrmeisters usw. sein. All diese Tätigkeiten nehmen natürlich in irgendeiner Weise Einfluss auf den Charakter bzw. dessen Entwicklung.

Die Gruppenmitglieder:

Mendor Greifenfels (Magier, Geweihter der Hesinde, Abgänger der Beilunker Akademie; Stufe 3)

Xeranon Ayantis (Kämpfer, Ziel: Zum Paladin geschlagen werden; Stufe 3)

Onar Flammenbart (Geode, Herr der Erde, Element: Feuer; Stufe 2)

Benutztes Regelwerk: DSA2


Windfeder

30.10.2003, 17:57 Uhr ~ #2

Heyho!

Ich habe es ja erst für einen Tippfehler gehalten: ihr spielt tatsächlich DSA2 mit dem Buch der 11x11 Zauber und so? *staun* Da gab's doch noch gar keine Geoden...

Wir bemühen uns, DSA4 zu spielen, auch wenn das viel Übung und Einspielzeit braucht, um die Regeln so drauf zu bekommen, wie es bei DSA3 der Fall war. Andererseits spielen wir auch relativ stark ohne Regeln, mehr mit Erzählungen, die über Gelingen und Misslingen entscheiden.

Das Meisteramt wechselt gelegentlich (so alle paar Jahre... *g*), aber momentan spielen wir die Borbarad-Kampagne mit einem festen Spielleiter und drei SpielerInnen. Die Helden wechseln auch ein wenig, momentan zum “Stab” gehören:

Melyan Hoffnungsstern, Halbelfische Wipfelläuferin

Ranari von Olport, Magierin von eben dort, jedoch Wahlmaraskanerin

Carnavas von Sichelgrund, Golgariter aus dem Almadanischen

Jule Farlandring von Rhodenstein-Weißenfels, Rondrageweihte aus Weiden

Yalissa ter Lionta, forschende Echsenkundlerin in Diensten des ODL

Arvid Jedermann, zuletzt in der Rolle eines Hauptmanns des Mittelreichs... ;)

An Abenteuern spielen wir hauptsächlich offizielle, nur für Zwischensequenzen oder besondere Gelegenheiten werden eigene Abenteuer erdacht.

Das mit DSA2 musst du mir nochmal erklären... :) Lieber Gruß, Windfeder


Onar Flammenbart

30.10.2003, 23:47 Uhr ~ #3

Zum Gruße!

Jetzt bin ich in der Tat etwas verwirrt. Ich habe nämlich noch nie wissentlich etwas vom “Buch der 11x11 Zauber” gehört. Ich werde dir einfach mal ein paar wichtige Quellenbücher aus dem Bereich Magie nennen, an denen wir uns orientieren. Da fallen mir spontan ein: “Die Magie des schwarzen Auges”, “Misteria Arkana”, “Codex Cantiones” und “Compendium Salamandris”. Vielleicht bin ich auch einfach nur voll ins Fettnäpfchen getreten, und all diese Regelwerke fallen in den Bereich von DSA3. Jedenfalls gehören all unsere Bücher und Hefte zu EINEM Regelwerk, ob das nun DSA2, DSA3 oder DSAwasauchimmer ist. Zu der Edition, zu der die oberen Werke also zählen, naja, diese Edition ist dann die von uns gespielte. Ich würde ja gern nachsehen ob es sich dabei um zwei oder drei handelt, aber ich habe gerade kein einziges Heft im Haus!

Das ist mir jetzt etwas peinlich, denn ich sollte schon wissen, welches Regelwerk wir verwenden. Jedenfalls ist alles stimmig und gehört in eine Edition. Bitte um Aufklärung, Windfeder: Zu welcher Edition gehören die oben genannten Titel?


Windfeder

31.10.2003, 10:14 Uhr ~ #4

Zu DSA3 – dem Vorläufersystem des jetzigen (DSA4 halt). Aber diese “Versionszählung” ist überhaupt erst mit DSA4 eingeführt worden, davor hat niemand in der Spielerschaft gesagt, man spiele “DSA3”... :) Deswegen wird auch in euren Regelbüchern nirgendwo DSA3 drinstehen, brauchst also nicht zu schauen.

Das “Buch der 11x11 Zauber” war quasi der Codex Cantiones von DSA2 – denkbar bescheiden aber immerhin schon ein eigenes Buch für Zaubersprüche. Schade, es wäre witzig da nochmal hineinzuschauen – aber die Box habe ich damals an DSA-Nachwuchs verkauft... :)

Lieber Gruß, Windfeder


Onar Flammenbart

31.10.2003, 13:04 Uhr ~ #5

Somit bin ich wieder im Bilde. Danke für die Aufklärung ;)

Auf bald, Onar Flammenbart


Mendor Greifenfels

03.11.2003, 14:51 Uhr ~ #6

Hesinde zum Gruße!

Ich habe heute von Onar von dieser Seite gehört und habe dann gedacht, ich schaue mal vorbei, und ich muss sagen, sieht wirklich heimelig aus hier :)

Du hast in der Tat recht, Windfeder, wir spielen DSA3.

Ich habe prinzipiell auch nichts gegen die Saphiredition einzuwenden, allerdings ist es für einen armen Schüler wie mich, der sich mühsam durch die Bücher gearbeitet hat und hunderte Mark für die dritte Version ausgegeben hat, doch nicht so schön, sich umzustellen, und da wir immer gut klar kamen mit den Regeln und immer unseren Spaß haben bleibt es wohl auch so.

Nebenbei möchte ich erwähnen, dass auch ich gerne mal (als Meister oder Spieler) die G7 erleben möchte, wobei in unserer aventurischen Wirklichkeit Borbarad nur einen legendäre Rolle spielt und die schwarzen Landen non-existent sind (hoffe, das war kein Spoiler).


Windfeder

03.11.2003, 16:23 Uhr ~ #7

Hallo Mendor!

Ich würde auch sagen, dass man nicht unbedingt auf DSA4 umsteigen muss, wenn man mit DSA3 gut zurecht kommt und nicht das Geld investieren will – Rollenspiel ist schon ein teures Hobby... Die Borbarad-Kampagne kann ich in der Tat nur empfehlen – und was spricht dagegen? Man kann auch in mehreren “Aventuriens” spielen, im einen existieren die Schwarzen Lande, im anderen nicht. :)

Lieber Gruß, Windfeder


Katharina

03.11.2003, 18:54 Uhr ~ #8

Die “Saphiredition” ist übrigens nicht gleich DSA4, sondern ein sich noch in der Entwicklung befindliches inoffizielles Spielerprojekt von Alveran.org, und ist <a id=lex href=http://www.alveran.org/?pageID=236&navBereich=Saphir%20Edition target=_blank>hier</a> zu finden.

Gruß, Katharina


Mendor Greifenfels

03.11.2003, 19:10 Uhr ~ #9

Hesinde zum Gruße!

Danke für deine Meinung, Windfeder, werde das bei Gelegenheit auch mal mit meinen beiden Begleitern diskutieren.

Und das mit der Saphiredition tut mir leid, dass kommt davon, wenn man nur Teile eines Textes (bzw. nur die Überschrift) liest und dann auch noch dieses falsche Halbwissen publik macht, entschuldigt das bitte.

Möge Hesindes Wissen euch leiten!

Aventurischer Gruß von Mendor


Wolkentanz

17.11.2003, 11:54 Uhr ~ #10

Sanyasala,

Ja, wir spielen DSA4. Mir gefällts schon besser als sein Vorgänger(nachdem ich anfänglich Wutausbrüch bei der ersten Charaktergenerierung gut überstanden habe *ggg*).

Das ist imho echt der erste Knackpunkt, wenn man den überwunden hat wird alles gut... *ggg*

Ich spiele DSA in zwei Runden. Die erste wird fest von meinem Nochnichtmann geleitet und besteht aus

einem ekelhaft ehrenhaften Krieger , einer ebenso ehrenhaften weißen Magae, einem deutlich weniger ehrenhaften horasischen Lebenskünstler,

einem ständig breiten Thorwaler und mir ... ;o) (äh, Auenläuferin und WILD(!)elfe)

Die zweite Runde, die sich leider aufgrund der räumlichen Trennung nur seltener treffen kann (1-2x im Monat), leite ich im Moment.

Diese Runde besteht aus einem Zwergenschmied, einem al anfan´schen Jungadeligen (Forscher) (der behauptet aus Brabak zu kommen, was ich ehrlich gesagt nur unwesentlich besser finde ;o)) und einer ziemlich jungen naiven ...ääääh ... Kräuterkundigen (Hexe).

Und wird hoffentlich demnächst noch einen Mitspieler dazu bekommen ...

*winke*

Wolkentanz


Jonas

17.11.2003, 19:23 Uhr ~ #11

Über unsere Gruppenkonstellation ist ja schon an anderer stelle einiges breitgetreten worden ;)

Was mich zu dem Thema nochmal interessiert ist die Frage danach, wie ihr anderen es mit “Multiherogaming” *g*, also dem spielen von mehr als einem festen Char haltet. Mir ist nach nur 2 Sitzungen einiges an vor und nachteilen aufgefallen. Nachdem ich im letzten Abenteuer (PdG) meinen haupt Char pausieren lassen musste kam nun eben jener wieder zur Gruppe zurück. Somit spielte ich also zunächst mit 2 Figuren, von denen eine (Die an verfolgungswahn leidende Olporter Wahlmaraskanerin) allerdings die Klare Hauptfigur war. Darunter litt das Spiel des Liebfelder Auftragsganoven ziemlich. Ich konnte mich einfach nicht gleichzeitig auf 2 Figuren gefühlsmässig einstellen, da ich sonst nicht organisch in Dialogen agieren konnte, sondern immer auf einer gewissen art und weise an der Oberfläche blieb. Ich habe dann den “zweit helden” einfach als möglichkeit an gewisse dinge mal aus einer ganz anderen sicht heranzugehen, blieb aber immer auf einem “Meisterpersonen niveau”. Nun war es zwar spannend in Rollenspielsituationen auch mal ein paar andere Meinungen und reaktionen spielen zu können, aber irgendwie kommt es mir auch ein bischen wie ein verrat an der zweit figur vor, die ich durchaus mit einem schönen Hintergrund entworfen habe, welcher nun nicht mehr so zur geltung kommen wird...

Habt ihr anderen auch schon erfahrungen damit gemacht?

wie isses mit dir Katharina, du teilst mein los ja ;)


Onar Flammenbart

17.11.2003, 21:49 Uhr ~ #12

Tag auch!

Auch ich habe schon mal mit mehr als einem festen Charakter gespielt. Ich bin zu einem identischen Fazit gekommen was die bereits angesprochenen Aspekte angeht. Ich denke, dass sich aus eben diesen Gründen der Reiz am “Multiherogameing” (*smile* was fürn Wort) schnell verliert. In meinen Augen ist es so ziemlich unmöglich, beide Charaktere gleich “liebevoll” und detailiert dazustellen. Außerdem sind Situationen, in denen die beiden miteinander Sprechen ziemlich blöde. Einer bleibt also unterm Strich wohl immer etwas auf der Strecke, is normal glaub ich.

Bis denne


Mendor Greifenfels

17.11.2003, 22:21 Uhr ~ #13

Ich bin noch immer von der Idee, Magischen Raub zu erlernen und auf 18 zu steigern um mit zwei Dutzend stummen, bewegungsunfähigen Mendors in Hosentaschengröße herumzulaufen um so indirekt meinen Manavorrat ein wenig zu erhöhen *lol*


Katharina

17.11.2003, 23:01 Uhr ~ #14

Ja, ich kann auch Jonas und Onar nur zustimmen: Es ist eigentlich unmöglich, beiden Charakteren gleichzeitig gerecht zu werden. Gerade in kniffligen ingame-Diskussionen fand ich es beim letzten Mal (wo ich auch meine PdG-Heldin und meine Hauptheldin gleichzeitig spielte) fast unmöglich, beide Charaktere zu berücksichtigen. Das ging sogar so weit, daß ich die eine Heldin Dinge sagen ließ, bei denen die andere eigentlich sofort interveniert hätte, ich es aber in dem Moment einfach nicht hinkriegte, aus der einen Figur raus zu kommen und die Intervention durch die andere Heldin zu machen.

Ich werde wohl trotzdem beide Figuren im nächsten Abenteuer spielen, in der Hoffnung, daß in den meisten interaktiven Szenen klar ist, welche Heldin diejenig ist, die ich da tatsächlich spiele – und in der Hoffnung, daß mir dann nicht hinterher bedauernd und schuldbewußt und unzufrieden einfällt, was die jeweils andere in der Szene auch noch hätte machen können oder müssen...

Na mal sehen, wie das wird... Ich denke, mehrere Charaktere können dannn gut sein, wenn man ein relativ komplexes Aufgabenfeld zu beackern hat, in dem ein Charakter nur für ganz bestimmte Dinge gut ist und deshalb in vielen anderen Situationen einfach außen vor bleibt (eine in ihren Fähigkeiten stark spezialisierte Figur, die zudem wegen ihrer Herkunft keine Autorität in ihrem Umfeld erlangen kann, wäre ein Beispiel). Da ist es gut, noch eine zweite Figur zu haben, die diese Lücken füllen kann, damit man als SpielerIn nicht die Hälfte des Abenteuers untätig daneben sitzen muß.

Aber im Prinzip würde ich trotzdem sagen: Wirklich gutes und konsequentes Charakterspiel kann man eigentlich nur machen, wenn man sich nur auf eine Figur konzentrieren muß...

Gruß, Katharina


Wolkentanz

18.11.2003, 10:26 Uhr ~ #15

Hallo,

ja! Seh ich auch so!

Ich halte das auch für fast unmöglich ... ich hab das mal als Spieleiter gehabt, mit zwei ständig streitenden NPCs und es ist schon arg komisch, wenn man sich ständig selbst ins Wort fallen muß ...

Vor allem je komplizierter der Charakter ist desto schlimmer wird es. Einen zweiten Charakter zu spielen halte ich für absolut sinnleer.

Es soll ja Runden geben in denen das immer so gehandhabt wird, daß man mehr als einen Helden spielt, aber das geht wahrscheinlich nur in H&S Runden ohne Probleme. Wenn ich mir vorstelle, daß ich neben Wolkentanz noch meine Lieblingskriegerin spielen sollte ... ne, geht nicht ... ich muß mich für glaubhaftes Rollenspiel einfach zu sehr auf einen Charakter einlassen, als daß ich daneben noch einen anderen führen könnte.

Wolkentanz


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