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Thema: [SidW IV] Das Finale – Galottas Ende

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Katharina

01.11.2004, 13:05 Uhr ~ #16

Ich habe ein weiteres Problem mit dem Finale: Den Rotkappenwillenstrunk. Ich finde es einfach unrealistisch, dass dieses Zeug tatsächlich so gut funktioniert, dass Galotta sogar selber glaubt, die Beherrschung sei gelungen. Immerhin haben wir es mit einem Beherrschungsmagier im Rang eines Verhüllten Meisters zu tun, der sein Metier so gut beherrscht, dass er darin als Freizauberer zu bezeichnen ist.

Nagut, Tyros Prahe ist vielleicht der fähigste Alchimist Aventuriens, aber Galotta ist zudem noch das persönliche Werkzeug des Herrn des Rache ... Ich weiß nicht so richtig.

Allerdings fürchte ich auch, dass man den Trank im Finale braucht, um dafür zu sorgen, dass Galotta die HeldInnen nicht einfach beherrscht. Auf der anderen Seite: Wenn wir Galotta wirklich mit Psychologie besiegen wollen, vielleicht geht es dann tatsächlich ohne. Es steht ja auch im Abenteuer: “Er will die Bewunderung, Faszination und Unterwerfung der Helden.” Warum sollte er sie dann beherrschen? Das würde er nur als Maßnahme des eigenen Schutzes tun, und da muss die Psychologie eben dafür sorgen, dass es soweit gar nicht kommt.

Mit Dexter ist das natürlich ein anderes Problem: Wenn er solch einen Trank nicht besitzt, dürfte er sicherlich von Galotta beherrscht sein, zumindest zu Anfang des Finales. Da bräuchte man einen Grund, warum Galotta ihn später selber wieder “freilässt”.


Coppi

01.11.2004, 13:23 Uhr ~ #17

Da kann ich Katharina nur zustimmen. Warum sollte Galotta die Helden beherrschen? Er kann es zwar tun, aber es würde ihn doch zu Tode langweilen. Ich glaube, dass er sie “unbeherrscht” viel interessanter finden würde, wenn er sie denn überhaupt interessant findet. Wenn sie zu unverschämt werden, könnte er sie kurzfristig beherrschen. Das schadet ihnen dann auch nicht.

Merkwürdig finde ich auch die Szene, wo er Dexter “vorführt”. Mir kommt das regelrecht kindisch vor und sehr unangemessen, sollte Galotta das wirklich nötig haben?

Viel eher würde er Foltermethoden anwenden als einen Beherrschungszauber.

Jetzt stütze ich mein Argument unzulässigerweise durch einen eigenen Text. Ich hab mal eine Romanstelle rausgesucht, wo er zu einem nachgiebigen Geist sagt:

Zitat

(...) Ach, Kind. Du bist bemitleidenswert. Ein Blick von mir genügt, dich zum Weinen zu bringen, ein Wort versetzt dich in Schrecken. Als ob ich meine Magie brauchen würde, dich zu brechen! Ich könnte dich bewegen, alles zu tun, nur weil ich es so will. Aber warum sollte ich es wollen? Ich habe keine Freude an deiner Gegenwart. Deine nichtssagenden Worte ermüden mich. Dein haltloser Wille widert mich an. Du kannst meine Qualen nicht lindern, selbst wenn du es wolltest. (...)

Ich glaube, dass er so denkt.

LG

Kathrin


Ludovigo

01.11.2004, 17:41 Uhr ~ #18

Nun gut ihr werten Galotta-Expertinnen-und Experten!

Wenn mann den Verhüllten Meister mittels Psychologie bezwingen will- dann muss man seine Geschichte kennen.

Und vor allem müssen die Spieler UND Helden seine Vita kennen.

Bei meiner Gruppe sehe ich da keine Probleme, das wird ein Fest als Spielleiter.

Aber wie könnten denn nun alternative Enden eurer Meinung nach aussehen, ohne Zwei-Komponenten-Gift und das “Ichlassmichnichtvongalottabeherrschen-Elixier”? ;-)

Welche konkreten Denkansätze kann das Forum liefern?

Äusserst interessiert:

Ludovigo


Coppi

01.11.2004, 18:40 Uhr ~ #19

Zitat

Und vor allem müssen die Spieler UND Helden seine Vita kennen.

Bei meiner Gruppe sehe ich da keine Probleme

Deine Gruppe kennt Galottas Vita? Wie denn das? Das ist aber ungewöhnlich!

Also, ich meine, im Groben wissen wohl viele Menschen, wer er ist und was er so erlebt hat, aber dass man seine Vita so gut kennt, dass man ihn mit Psychologie bezwingen kann, wäre dann doch außergewöhnlich! Dazu muss man ihn doch wenigstens persönlich kennen, bilde ich mir ein. Oder nicht? *grübel* Ist es so offensichtlich, dass man richtig raten würde? Kann schon sein.

Ansonsten kann ich nur sagen, Ideen mit Sinn dauern leider ihre Zeit, besonders, wenn sie dann noch diskutiert werden. *seufz* Und irgend etwas Halbfertiges ziehe ich auch nicht gern durch den Fleischwolf ...

LG

Kathrin


Alron

01.11.2004, 20:26 Uhr ~ #20

Coppi hat geschrieben:

Zitat

Ansonsten kann ich nur sagen, Ideen mit Sinn dauern leider ihre Zeit, besonders, wenn sie dann noch diskutiert werden. *seufz* Und irgend etwas Halbfertiges ziehe ich auch nicht gern durch den Fleischwolf ...

Volle Zustimmung. Im Abenteuer wird ja zurecht (und das finde ich gut) darauf hingewiesen, dass Galotta sich am liebsten mit unbeherrschten (schönes Wortspiel) Helden unterhält. Diese Szene – Galotta prahlt vor den Helden – möchte ich auf jeden Fall beibehalten! Und wozu sollte er die Helden beherrschen müssen? Eine Hundertschaft Heshtotim sollten doch wahrlich genug sein, die Helden von unüberlegten Handlungen abzuhalten.

Den Rotkappenwillenstrunk und das Zweikomonentengift, jedoch, möchte ich lieber rauslassen. Momentan suche ich nach einem passenden, karmalen Artefakt, dass die Helden verwenden könnten, um Galottas Konzentration zu stören und z.B. die Kontrollkugeln zu zerstören. Der Stab des Vergessens hätte mir da gut gefallen, aber geht wohl nicht. Vielleicht das Auge des Praios? Ein derart mächtiger Gegenstand könnte plausibel erklären, warum Galotta all seine Schutzzauber und Dämonen zumindest kurzfristig nichts helfen.

“Wahnsinn und Hass leuchten aus seinen Augen, während Galotta euch genussvoll beschreibt, auf welch grauenvolle Weise Gareth zu Grunde gehen wird. Durch seine Hand! Und aus den Trümmern würde das 3. Bosparan erwachsen, SEINE Stadt! Ihr spürt den ungeheuren Willen und die Macht, die von ihm ausgehen. Er hat keine Angst vor Euch. Und ihr wisst, dass eure Kräfte und Fähigkeiten nicht gegen ihn reichen werden.

Jetzt tritt er eurer Maga gegenüber und blickt ihr in die Augen. Verzweifelt versucht ihr euch ruhig zu halten. Noch darf er nichts merken. Die Maga hebt ihren Stab...

”Törichtes Weib, deinen Stab brauchst du nicht mehr!“ spricht Galotta und entreisst ihr mit einem Wink den Stab, der auf seine ausgestreckte Hand zufliegt. Kurz bevor ihn der Stab erreicht, erkennt Galotta seinen Irrtum. Weit reisst er die Augen auf und versucht den Stab umzulenken. Zu spät! Der STAB DES VERGESSENS raubt ihm die Erinnerung!

Usw. usw.”

Könnte ich mir schön vorstellen. Die Helden wüssten, dass es ein Himmelfahrtskommando ist. Sie müssten sich noch vor den Heshtotim retten und aus der abstürzenden Stadt, um zu überleben. Vielleicht hat ja einer meiner Spieler Lust auf einen Heldentod. Den könnte ich auch ohne weiteres Dexter Nemord geben. Er stürzt sich z.B. von der Beherrschung befreit auf hasserfüllt auf Galotta um ihn zu töten.

Jetzt ist es mit mir durchgegangen, was?! *g* Was haltet ihr davon?

Schöne Grüße

Rudi


Coppi

01.11.2004, 20:40 Uhr ~ #21

Zitat

Zu spät! Der STAB DES VERGESSENS raubt ihm die Erinnerung!

Usw. usw.“

Bitte führe ”usw.“ aus ... ;-) Was macht Galotta denn ohne Erinnerung?

Oh ja, ich bin sehr dafür, dass er die Erinnerung verliert. Das wäre sicher sehr schön für ihn (das ist mein Ernst). Armer alter Mann. Tu ihm doch den Gefallen! Dann wäre er vielleicht noch einmal glücklich ... *schmacht*

Das Problem ist und bleibt aber dasselbe; Galotta ist ”unantastbar", er steht unter dem Schutz seines Patrons und unter dem seines eigenen Verstands, der kein geringer ist. Meiner Meinung nach hilft ein mächtiges Artefakt genauso wenig dagegen wie ein starkes Gift.

LG

Kathrin, die darauf hofft, demnächst auch einmal wieder konstruktiv und nicht nur unkonstruktiv zu sein :-/


Alron

01.11.2004, 20:58 Uhr ~ #22

Zitat

Was macht Galotta denn ohne Erinnerung?

Nichts.

Die Fliegende Festung ist ohne Kontrolle.

Die Heshtotim reagieren laut AB auch träger (und vielleicht auch andere Dämonen).

Dexter Nemrod erhält seinen Willen zurück (und andere?).

Vielleicht ist es auch nur ein kurzer Moment, der den Helden Gelegenheit gibt, etwas Entscheidendes zu unternehmen. Für einen Augenblick bleibt die Zeit stehen, oder so ähnlich.

Mir erscheint es halt plausibler, dass ein mächtiges, geweihtes Artefakt ihn aufhält/bremst, als Gift und Willenstrunk. Und der Stab des Vergessens hat ja schon offiziell seine Macht beweisen (Löwe und Rabe).

Zitat

Das Problem ist und bleibt aber dasselbe; Galotta ist “unantastbar”, er steht unter dem Schutz seines Patrons und unter dem seines eigenen Verstands, der kein geringer ist. Meiner Meinung nach hilft ein mächtiges Artefakt genauso wenig dagegen wie ein starkes Gift.

Dann haben wir natürlich ein Problem ;-) Das übrigens bei allen großen NSCs auftaucht, die für eine Weile unantastbar waren. Wenn man sie dann loswerden will, muss man manchmal beide Augen zudrücken (sehe ich mit Rhazzazor auch kommen).

Schöne Grüße

Rudi


Coppi

02.11.2004, 15:20 Uhr ~ #23

Ja, plötzlich sind sie alle hin, die unsterblichen Bösen, aber wo bleibt die Nachfolge? Hätte Galotta nicht noch ein Kind hinterlassen können (was mache ich denn jetzt mit meinem Bild, wo er mit potentieller Erbin zu sehen ist)?

Hat Galotta vielleicht Kinder hinterlassen?

Ich persönlich bin ja immer noch der Meinung, es ist durchaus nicht unwahrscheinlich , dass Rohaja und Ypollita die Enkeltöchter des alten Mannes sind. Aber offenbar teilen nicht viele Menschen meine Meinung. :-/ Vielleicht ist es auch bloß eine Verleugnung von Tatsachen meinerseits. ;-)

Aber es ist doch so; auch dadurch, dass man Bösewichte unsterblich macht, können sie sich letztendlich nicht ewig halten, und es fehlt an angemessenen Nachfolgern.

LG

Kathrin


Keideran Labharion

05.11.2004, 14:00 Uhr ~ #24

Sanya!

Ich schalte mich mal hier in die Diskussion ein.

Mein erster Entwurf für das Finale orientiert sich nahe an den Vorschlägen im Abenteuer, mit dem Unterschied, dass nicht das Gift die alte Scharlachglatze dahinraffen wird, sondern der Hieb von Galottas Untergang, jenem Kriegshammer eines unserer Helden.

Die Helden sind durch den Trank vor Galottas Herschafftsmagie geschützt, aber diese wird der Heptarch erst anwenden, wenn die Helden sich uneinsichtig zeigen. Und die Heshtothgarde wird ihr übriges tun, um eine gehobene Konversation zu ermöglichen.

Die Idee mit dem Zweikomponentengift finde ich nicht schlecht, es spricht für Dexters Charakter. Und außerdem: Wer weiß, ob nicht auch andere gefährliche Personen des Hofes einen Teil des Giftes in sich tragen?

Den Helden gelingt es, dass Galotta das Gift trinkt – wobei ich die hier angeführte Idee, dass Galotta den Trank bewusst als Gift zu sich nimmt, um eine Unantastbarkeit zu beweisen, klasse finde. Doch das gift wirkt nicht...

Dann werden durch Leonardos Hilfe die Heshtothim in die Niederhöllen zurückgeschickt, doch aus das entlockt Galotta nicht mehr als ein müdes Lächeln. Er schickt Dexter gegen die Helden, der jedoch beweist, dass er vorgesorgt hat – auch er ist immun gegen Galottas Beherrschung und hat ihm nur etwas vorgespielt. Mit einem Schwerthieb schlägt er dem Dämonenkaiser die Krone vom Schädel, ein machtvoller FULMINICTUS als Antwort besiegelt jedoch sein Dasein.

Durch nichts hat sich Galotta beeindrucken lassen und nimmt die Sache nun persönlich in die Hand. Auch wenn seine Herrschaftsmagie nicht wirkt, er kennt auch andere grausame Zauber. Und hierbei wird er es nicht darauf anlegen, die Helden schnell zu töten, sondern ihnen ein langsamen und qualvollen Tod zu bereiten.

Gerade in dem Moment, in dem er den Helden den Todesstoß versetzen will, beginnt das Gift doch zu wirken – aber nicht so schnell und tödlich, wie im Abenteuer beschrieben. Es verursacht Krämpfe in seinem Leib, schwächt die Konzentration – und die Helden können ihn erschlagen (was ich für besser und befriedigender für die Spieler halte).

Nun droht die Fliegende Festung abzustürzen – und Dexter zeigt, dass er nicht so schnell totzukriegen ist. Er steuert die Festung von Alt-Gareth weg, während von den Steuerkugeln magische Entladungen seinen Körper braten. Mit letzten Worten auf den Lippen stirbt der große alte Mann.

Der wichtige Aspekt hieran: Ich halte es für schwierig, dass die Helden der Festung eine andere Richtung geben und den Spielern so indirekt die Schuld für die Vernichtung der Neuen Residenz und der Stadt des Lichts zu geben.

Wie gesagt, nicht viele neue Impulse, aber ein paar kleine kosmetische Veränderungen innerhalb des gegebenen Rahmens.

In diesem Sinne!

Keideran Labharion der Schüler


Nico

05.11.2004, 20:05 Uhr ~ #25

<span class=“quote”>Zitat:   von Keideran Labharion

Der wichtige Aspekt hieran: Ich halte es für schwierig, dass die Helden der Festung eine andere Richtung geben und den Spielern so indirekt die Schuld für die Vernichtung der Neuen Residenz und der Stadt des Lichts zu geben. </span>

Habe ich das richtig verstanden? Du willst den Spielern nicht die indirekte Schuld daran geben? Wieso frage ich mich. Ich suche schon lange mal ein Abenteuer, in dem es kein Happyend gibt. Die Aufgabe sollte zwar im Großen und Ganzen erfolgreich abgeschlossen sein – doch es soll die Spieler mal kurz nachdenklich machen und von allgemeinen Jubeltaumel abhalten. Wäre es nicht ein letzter (kleiner) Sieg für einen Erzschurken, der so lange im DSA-Universum existierte?

Für mich und mein graues DSA-Universum gehört es einfach manchmal dazu, dass auch die Bösewichte einen kleinen Sieg davon tragen (sicherlich ein Punkt, über den man streiten kann).

Gruß, Nico... der sich für diesen unqualifizierten Einwurf entschuldigt


Katharina

05.11.2004, 20:31 Uhr ~ #26

Nagut, man könnte sagen, die armen HeldInnen haben es eh schon schwer genug, und von einem Sieg kann ja auch nicht so richtig die Rede sein ...

Ich werde allerdings auch versuchen, die Charaktere dazu zu bringen, dass sie die Festung über die Stadt des Lichts zu lenken versuchen. Ich habe eine Hexe dabei, die aus Gareth stammt. Ich denke, so eine Figur kann man schon dazu kriegen: Die Garether EinwohnerInnen stehen ihr deutlich näher als das Praiosheiligtum, außerdem kann man sie mit dem persönlichen Hintergrund kriegen:

“Du schaust durch das Kristallfenster auf die unter euch liegende Stadt. Die Geräusche von berstendem Ungestein um euch herum werden immer lauter – die Festung stürzt ab. Und du weißt, was dort unter euch liegt. Du siehst nicht nur hunderte und tausende von Menschen, die in den Straßen um ihr Leben fürchten, vor deinem Inneren Auge siehst Du die heimelige Wohnstube deiner Mutter und Lehrmeisterin in ihrem kleinen Haus an der Westmauer – genau unter dir. Du bezweifelst, dass irgendjemand aus der Nachbarschaft im Chaos der Schlacht daran gedacht hat, sich um die alte und bettlägerige Frau zu kümmern. Und selbst wenn sie um die Gefahr wüsste, sie könnte ihr nicht mehr entkommen. Sie wird in der herabstürzenden Festung sterben so wie Tausende mit ihr. Es sei denn ... dein Blick fällt auf die beiden mattschimmernden Kugeln recht und links von Galottas nunmehr verwaistem Thron. Vielleicht könnte man die Festung auch jetzt noch steuern, irgendwo hin, wo sie nicht ganz so furchtbaren Schaden anrichten würde? Du kennst die Stadt unter dir, und du weißt, dass es nur einen Ort gibt ...” Usw.


Alron

05.11.2004, 21:36 Uhr ~ #27

Das Problem mit Galotta und seinem Ende ist, dass alle bisherigen Lösungsmöglichkeiten – offiziell und inoffiziell – (ja, auch meiner) auf Meistergnade beruhen. Ich habe bisher noch keinen gefunden, bei dem die Helden Galotta stimmig auf Grund eigener Leistung besiegen können. Der offizielle Lösungsvorschlag setzt auf zwei neue Tränke – Rotkappenwillenstrunk und Zweikomponentengift – sowie der Dämonenfalle von Leonardus. Wo bleibt der “Respondami Veritar” Galottas an Leonardo: “Hast du irgendwelche Fallen eingebaut?”? An diesem orientiert sich ja auch Keideran. Ich setze z.Z. auf Galottas Arroganz und göttliche Hilfe in Form eines Artefaktes.

Aber hey, was haben wir auch für eine Ausgangsituation:

– im Herz der Fliegenden Festung mit Tausenden von Feinden außen herum

– eine Hundertschaft Heshtotim

– eine Freizauberer in Beherrschung und

– einen der mächtigsten Magier Aventuriens

– mit einem Dämonensplitter und als

– Bote der Lohe

Bei so viel Macht auf Gegnerseite lässt sich nur schwer ein überzeugender Weg finden, den Feind dennoch niederzuringen. Dabei mögen sie es wohl noch schaffen, Galotta zu besiegen, aber sie sollen ja auch noch lebend aus der Abstürzenden Festung entkommen.

Achtung: Infos zu Borbarad-Kampagne!

Meisterinformationen (anzeigen)

Beim Endkampf gegen Borbarad sind drei aus meiner Heldengruppe gestorben. Dadurch empfanden meine Spieler den Sieg auch als verdient.

Der Tod eines oder mehrerer Helden würde dem Finale eine ganz andere Qualität geben. Dexters Ende kann nicht dieselbe Intensität erzeugen. Mir ist schon klar, dass dies keine Option für die meisten Gruppen ist *g*. Aber ich hoffe, ich konnte einigermaßen rüberbringen, was ich meine.

Schöne Grüße

Rudi


Nico

05.11.2004, 22:01 Uhr ~ #28

Rudi, das ist ein interessanter Ansatz: Man schafft eine persönliche Bindung zu einem Geschehen, indem man Helden sterben lässt.

Doch gibt es da für mich ein paar Probleme dies zu realisieren. So ist zum einen die Frage, welche Helden haben da Pech? Heißt es einfach, dass die Spielleitende Person sich an die Werte im Buch halten sollte und keine Würfe zu (un-)gunsten der Spieler manipulieren sollte (das wäre wohl das gerechteste, so entscheidet großteils der Zufall)? Ein Problem ist, dass manch einer schon bei der Hälfte des Finales sterben könnte und den Rest nur ruhig rumsitzt – als Zuschauer (das finde ich immer sehr schade).

Aber die Idee hat ihren Reiz...

Das andere Problem, dass die Spieler (mal wieder) nur mit einem mächtigen Artefakt oder so den Endgegner besiegen können ist natürlich auch noch so was. Das sieht man bei DSA leider recht häufig und Rudi hat recht, dass es ein wenig des Siegesgefühl nimmt. Ich weiß nicht, wann mir zuletzt ein Finale wirklich gefallen hat – wo ich wirklich sagen könnte, dass wir nicht durch Meistergnade oder äußerliche Hilfe gewonnen haben. Das fehlt mir ein wenig in DSA (nicht wie Shadowrun).

Leider habe ich das Abenteuer noch (!) nicht, von daher habe ich im Moment auch nicht sooo den Einblick was mache ich dann überhaupt hier?). Aber wie sieht es aus, kann eine hochstufige Heldengruppe Galotta aufgrund ihrer eigenen Fähigkeiten ohne Abenteuerhilfe besiegen? Nett wäre es.

Nico


Katharina

05.11.2004, 22:12 Uhr ~ #29

@Nico:

Zitat

Heißt es einfach, dass die Spielleitende Person sich an die Werte im Buch halten sollte und keine Würfe zu (un-)gunsten der Spieler manipulieren sollte (das wäre wohl das gerechteste, so entscheidet großteils der Zufall)?

Ich würde ja befürchten, wenn man es hier mit der “Gerechtigkeit” des Zufalls (IMO eigentlich ein Oxymoron) wirklich genau nimmt, sind die Charaktere möglicherweise schon tot, bevor sie die Festung überhaupt erreichen.


Alron

05.11.2004, 22:27 Uhr ~ #30

@Nico

Zur Erläuterung: das sollte auf JEDEN FALL mit den Spielern abgesprochen sein! Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, die ich beide schon erfolgreich ausprobiert habe:

a) Du sagst allen Spielern vor dem Finale mit Galotta, dass dabei Helden sterben können. Meistens findet sich dann ein Spieler, der seinen Helden wirklich mit aller Konsequenz agieren lässt. Lass ihn dann auch Dinge schaffen, die normalerweise nicht möglich sind. Gib ihm ein grandioses Finale. Und lass ihn sterben!

b) Überlege dir vor dem Finale, welcher deiner Spieler einen Heldentod mitmachen würde. Lass ihn seine Wünsche für seinen Abgang erzählen/aufschreiben. Gib ihm eine große Schau und lass ihn glorreich untergehen. Das beeindruckt die übrigen Mitspieler noch mehr.

Üblicherweise gewähre ich meinen Spielern einen Heldenbonus und lasse sie nicht so einfach sterben. Vor allem bei ‘alten’ Helden ist es doch ein einschneidendes Ereignis. Bei einem Finale vom Kaliber SidW bin ich allerdings deutlich weniger großzügig und meine Spieler wissen das auch.

Den Zufall lasse ich eigentlich gar nicht gerne entscheiden. Aber ein Heldenopfer hat bei mir ungefähr die Wirkung eines Wunders.

Schöne Grüße

Rudi


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