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Thema: [SidW IV] Das Finale – Galottas Ende

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Jonas

09.11.2004, 15:42 Uhr ~ #46

Carni war stylisch, klar. Er hat auch das wichtigste gesagt, aber der Mann wusste so viel über für uns wichtige themen, das war schon resourcen verschwendung ;)

Ich glaube eure “zum-selbstmord-treib” storry ist ganz schön heldengefährdent, denn sowas kann klappen oder auch nicht. Ich würde da aber auf Tyll vertrauen, der wird das schiff (bzw die Festung) schon schaukeln...


Gast

26.11.2004, 13:28 Uhr ~ #47

Mahlzeit!

Ich führe die Diskussion um Galottas Insignien in diesem Thread weiter, um den anderen nicht zu sehr off-Topic zu bringen.

Zwischenzeitlich war ich etwas verwirrt, wer von euch denn nun will, oder nicht will, dass Galotta dies oder jenes mitnimmt/ zu Hause lässt. Uff!

Also noch einmal langsam:

Das Szepter ist erst in der Heptagon-Akademie und darum in SidW nicht verfügbar, weil in Stadt der 1000 Augen [was auch immer] passiert.

Silpion wird noch im Jahr des Feuers benötigt und fällt deswegen weg. Dabei hätte es gut gepasst.

Die Krone enthält den Splitter, sieht aber albern aus. Dem muss ich mich anschließen. Aber welche Alternative gibt es zu einem Imitat der Dämonenkrone? Als Dämonenkaiser steht Galotta so ein Ding zu. Nur wirkt es leider geklaut.

Ob die Spieler sich deswegen ein kleines Lächeln wegdrücken müssen, oder ob sie angemessen beeindruckt sind, hängt wohl vom erzählerischen Können des eSeLs ab.

Ich gehe es mal von einer anderen Seite an und überlege mir Alternativen.

Was benötigt ein Kaiser?

1.) Krone

2.) Reichsschwert

3.) Reichsapfel

4.) Hermelin

5.) Szepter

zu 1.)

Wie sehr ist Galottas olle Dämonenkrone im offiziellen Material verankert? Kann man sie rauskicken? Alternativ stelle ich mir ein weniger pompöses Modell vor, das den Agrimothsplitter, der als “Blickfang” des Insigniums über der Stirn steht, in wild-wahnsinnigen metallenen Zacken einrahmt.

So richtig vom Hocker reißt mich das aber noch nicht. :(

Die Krone könnte auch ganz an das Design der Kaiserkrone des Reiches angelehnt sein, wobei der Splitter in der Mitte aufragt, und von den vier “Streben” getragen wird (siehe Portrait Hals).

zu 2.)

Sein Bannschwert sollte genügen. Es repräsentiert Galottas exekutive Macht über Dämonen und Menschen.

zu 3.)

Galottas Reichsapfel würde ich sehr stark an den garethischen anlehnen: Auf einer Kugel sitzt ein Irrhalk, statt eines Greifen. Der Apfel könnte auch einer Dämonenfratze nachempfunden sein, oder schrumpelig und dämonisch pervertiert wirken.

zu 4.)

Das edle Gewand sollte aus blutrotem Stoff sein, verziert mit Irrhalkenfedern (?) statt Hermelinpelz.

zu 5.)

Das Szepter steht Galotta scheinbar nicht zur Verfügung. Wie würde der Dämonenkaiser dieses Problemchen angehen?

Ein Imitat des fehlenden Szepters kommt sicher nicht in Frage.

Darauf zu verzichten ist genauso inakzeptabel.

*grübel*

Recht passend fänd ich seinen Stab als Ersatz.

Zustimmung von eurer Seite?

Grüße

Nicole


Katharina

26.11.2004, 13:56 Uhr ~ #48

Da habe ich doch direkt eine neue Zeichen-Idee für Kathrin: Wie wäre es mit einem Galotta-Potrait mit Reichsinsignien? (Vielleicht sogar wirklich angelehnt an das Hal-Bild?) Das er sich vielleicht tatsächlich selber hat anfertigen lassen und das jetzt irgendwie in Yol-Ghurmak zu bewundern ist? Fände ich toll!


Katharina

26.11.2004, 13:57 Uhr ~ #49

@Nicole: Ich finde Deine Ideen sehr gut! Sein Szepter ist der Stab der Tausend Augen, denke ich (Unter der Dämonenkrone 62), angelehnt an das gleichnamige Herrschaftssymbol, das BLK zugeschrieben wird.


Coppi

26.11.2004, 16:12 Uhr ~ #50

Hm, das ist eine herausfordernde Idee!

Galottas Variante der Dämonenkrone würde vielleicht imposanter wirken – und auch Nicoles Idee entsprechen – wenn sie mehr wie die Maske der DAME aussieht. So könnte ich es mir etwas eher vorstellen. Leider ist die Dame von Planescape copyrightgeschützt – auch ihr Gesicht als Logo. Man kann es auf dem Bild nicht so gut erkennen: Sie trägt eine Maske (oderist eine Maske), die von heiligenscheinähnlichen Klingen umgeben ist.

Galotta – “Selbstportrait” würde mir schon länger gefallen, aber ich fürchte, dass ich seinen Zeichenstil nicht “nachahmen” kann. Generell finde ich die Idee aber gut, man könnte es mal versuchen. Habt ihr das Hal-Bild?

Irrhalkenfedern auf dem Mantel würd ich aber lieber vermeiden – autsch! ;-)

LG

Kathrin


Katharina

26.11.2004, 16:40 Uhr ~ #51

Achwas! Die Irrhalkenfedern sind einfach stylisch! ;-) (Ich glaub nicht, dass ich das Hal-Bild hier hab, unsere ganzen alten Materialien haben wir verliehen ...)


Galgenkind

26.11.2004, 17:34 Uhr ~ #52

Da kann ich aushelfen:

http://www.aves-dsa.de/

Hier befinden sich im Übrigen noch zahlreiche andere Portraits.

Eine Krone wie sie die “Dame” trägt hätte den Vorteil, dass sie genauso imposant wie die echte Dämonenkrone wäre, ohne sie dümmlich zu imitieren.

LG

Nicole

PS

Und ich dachte, mittlerweile habe sich Galotta an das Irrhalken-Gefieder gewöhnt :P.

Für seinen letzten Auftritt würde ich es so oder so zulassen. Am Kragen sind sie im Zweifelsfall in einer Weise platziert, dass ein stolz einherschreitender Herrscher keine Verletzung zu befürchten hat.

So mir nichts besseres einfällt bleibe ich bei dieser Variante.


Keideran Labharion

28.11.2004, 20:08 Uhr ~ #53

Nur eine Idee am Rande: Hätte Galotta früher oder später nicht auch Blakharaz' Eisenkragen als Insignium getragen. Wäre eigentlich ja schon Pflicht...


Helico

06.12.2004, 12:22 Uhr ~ #54

Ich hoffe ich streue kein Salz in offene Wunden, aber sowie es aussieht werde ich wohl eine alte Diskussion aus diesem Forum zwischen Senebles und Coppi als Endmonolog Galottas zurechtschreiben. Die Gelegenheit und Versuchung die gesamte DSA-Geschichte in einem Moment aufzuklären ist einfach zu groß... Da es Galottas Sicht auf die Ereignisse erklären soll sind geschichtliche Widersprüche -durch zum Beispiel “Magische Zeiten”- imho recht egal.

Zitat

Nichts, meine Freunde und geehrte Gäste, nichts kann das Magnum Opus des Weltenbrandes noch aufhalten – außer mein Wille oder mein Tod. Also sagt mir, meine kurzsichtigen Freunde und verblendete Gäste, nachdem ihr doch soweit gekommen seid: Wie glaubt ihr meinen Triumph verhindern zu können?

Dexter, weißt du was sie geplant haben? Irgendeinen Plan müssen sie doch haben, oder sind sie etwa derart armselig? Das wäre eine herbe Enttäuschung für mich...

Dexter antwortet wahrheitsgemäß und berichtet von dem Trank der Galottas Tof herbeiführen soll. MittelsMotoricus entreißt er den Helden den Trank und trinkt ihn:

Zitat

Wie schade. Es wirkt nicht. Da habe ich einen so schönen Schlussmonolog für mein Leben gehalten und nun wird es wohl doch ewig währen. Gareth brennt, Dexter bleibt mein Hofnaar und ihr steht hilflos vor mir.

Was habt ihr den erwartet? Dass ich mich selbst richte wie eine Karrikatur eines Bösewichtes? Haltet ihr mich wirklich für einen Bösewicht? Menschen die sich für einen Gott halten leben meist nicht lange dachtet ihr? Hochmut kommt vor dem Fall dachtet ihr?

Es tut mir Leid euch enttäuschen zu müssen.

Den Helden fallen die unzähligen Narben an Händen und Armen auf. Seine Augen sind abwechselnd eiskalt und dann wieder feurig im Zorn: Denn da a ist nur noch Rache und Zorn oder Kälte und unterdrückte Verzweiflung.

Galotta erhebt sich von seinem Thron und wandert umher.

Zitat

Ich war einst wie ihr. Ich hätte mein Leben für den Kaiser gegeben. Aber ich habe gelernt, das nur das eigene Leben wirklich von Wert ist. Dass es ehrenhafter ist zu herrschen als zu dienen.

Also, wie konnte es soweit kommen?

Galotta beginnt zu erzählen.

Zitat

Kapitel 1 – Entscheidung auf Maraskan

(...)

Ich bewundere Reto. Er hatte Visionen. Er war kein kleingeistiger Reaktionär, sondern ein großer Mann mit Tatendrang.

Maraskan? Ich glaube langsam unsere Begegnung ist schicksalsbehafteter als ich dachte...

Quinjin, ihr repräsentiert in diesem Raum dieses erste Kapitel. Schaut nicht so, natürlich kenne ich eure Namen! Was denkt ihr warum die Vögel über Gareth starben? Meine Gotongis sind zahlreich...

Und so geht es dann weiter. Jedem der fünf Kapitel von Senebles (ergänzt durch die Ergebnisse der Diskussion) ist praktischerweise einem Helden gewidmet und verschweigt natürlich Hals Geheimniss und fokussiert Nahema ein wenig mehr.

Das sechtse und letzte Kapitel (Epilog) widmet er sich selbst:

Zitat

Galotta wurde verbannt und geschlagen. An dem Tag als Nahema mich bezwang und mir klar wurde, dass ich eine Figur auf ihrem Spielbrett war starb der Philosoph Galotta und etwas größeres wurde zu Tage befördert: Edle Rache die mich beflügelte, erfüllte und mich verstehen ließ.

Ja, so ist es wohl...: Der Philosoph starb in dem Moment, da er von Nahema besiegt wurde. Der Rest war nur noch Farce und der vergebliche Versuch, sich selbst zu schützen.

Dies ist mein Kapitel gewesen. Heute erfüllt sich die Rache von Äonen. Hal habe ich vernichtet, seine Brut dahingerafft. Brin starb nicht als Held, sondern als Marionette meiner Rache.

Dies ist mein Kapitel...

Unbemerkt hat Dexter wieder einmal mittels Atak-Zeichen seinen Plan während des Monologs übermittelt und damit offenbart, dass er ebenfalls nicht beherrschbar ist dank des R.-Trank. Auf diese Weise wird der seitenlange Monolog des Boten der Lohe nicht zum Theaterstück: Die Helden müssen die Zeit nutzen einen Schlachtplan auszuarbeiten: Und dies ohne bemerkt zu werden!

“Dann beginnt hier und jetzt wohl mein Kapitel...” Dexter schnauft geschwächt, Galotta dreht sich verwirrt zu ihm herum; da fährt auf ihn auch schon Dexters Schwert hernieder. Es spaltet die falsche Dämonenkrone, prallt aber an dem gigantischem Armatrutz ab und lässt Galotta erst aufflimmern, dann lachen. Dann jedoch zerbricht die Krone und der Splitter Agrimoths rutscht auf den Boden und schlittert durch den Thronsaal. Die Horden der Heshtotim jaulen auf und fliehen vor dem Splitter, tanzen ein Ballet der Neugier und der Vorfreude. Sie können es kaum erwarten diese Dreistigkeit zu strafen...

“IMPERAVITE ANIMI! Zu schade, dass ihr euch nicht zu benehmen wisst, Es ist unerquicklich, mit jemandem zu sprechen, der seinen freien Willen verloren hat...”

Doch seine Beherrschungsmagie wirkt (unbemerkt) nicht, bis er dies merkt knöpft er sich allerdings Dexter vor: “Und nun zu Dir:” Ein machtvoller Fulminictus reißt Dexter von den Beinen und schleidert ihn davon. Doch gleichzeitig entgleiten ihm durch den Verlust von Krone und seiner Beherrschung dutzende Zauber und das Gift gelangt durch diesen Kontrollverlust erst jetzt wirksam in seine Blutbahn.

Und hier habe ich mich abermals inspirieren lassen: Dexter opfert sich um die Festung in die Stadt des Lichts zu steuern.

Problematisch ist und bleibt das Ganze, auch wenn ich es jetzt für etwas stimmungsvoller halte. Naja, so brilliant ist das nun auch nicht...

Die Heshtotim werden nicht durch Leonardos Fallen sterben: Ausgerechnet im Thronsaal soll Galotta eine Falle gegen ihn übersehen haben?

Hier werden vielleicht ein oder zwei Helden ihr Ende finden wenn sie versuchen die Weg freizumachen für einen finalen Angriff auf Galotta...

Das Ganze wird wahrscheinlich eh wieder über den Haufen geworfen durch Magische Zeiten und evtl. eine brilliantere Ausführung der hiesigen “Galottalogen”, aber vorerst bin ich zufrieden(er)...

Helico, dankend für die Inspiration und weiter bastelnd.


Ariachos

07.12.2004, 07:53 Uhr ~ #55

Zitat

“Das Szepter ist erst in der Heptagon-Akademie und darum in SidW nicht verfügbar, weil in Stadt der 1000 Augen (was auch immer) passiert.”

Theoretisch kann man in dem AB zwar “was auch immer” machen, aber da steht auch, (MI zu Stadt der 1000 Augen)

Meisterinformationen (anzeigen)

daß Galotta innerhalb weniger Monate Ersatz schaffen kann.


Coppi

07.12.2004, 08:00 Uhr ~ #56

@ Ariarchos:

Mal weg vom Thema:

Dein Nickname gefällt mir, hättest du etwas dagegen, wenn ich ihn für mein Weltenbau-Projekt verwende?

LG

Kathrin


Ariachos (ohne \"r\")

07.12.2004, 12:31 Uhr ~ #57

Nö, mach ruhig. Ich habe ihn selbst aus “Ariosh”, dem melniboneischen Chaosgott, gebildet (noch vor Pyriander di Ariarchos).


Coppi

07.12.2004, 14:11 Uhr ~ #58

Ok, danke. Ich werde aber noch ein r einbauen, dann klingt es griechischer. ;-)


Keideran Labharion

12.12.2004, 01:44 Uhr ~ #59

Da haben wir es: Galotta ist tot!

Am Freitag segnete bei uns das Zeitliche – und alle Spieler hofften, er wurde noch leben, denn sein Abgang war ein Witz und eines Heptarchen unwürdig. Selbst mit Gift wollten die Helden sich ihm nicht in den Weg stellen, als es dann nicht wirkte, kapitulierten die Spieler und dank Leonardos Hilfe und einer verzögerten Giftwirkung hatten sie das Gefühl: “Egal was wir machen, Galotta wäre eh gestorben – auch ohne uns!”

Vielleicht ist es mangelndes Heldenselbstbewusstsein, aber ich habe meinen Spielern immer Respekt vor Heptarchen eingeflößt. Dass sie es waren, die Galotta erschlagen, ließ sie mit einem Gefühl des Unglaubwürdigkeit zurück.

Mangelnde Heldeninitiative ist ein gutes Stichwort: Galotta verkommt zu einer großenwahnsinnigen Witzfigur, trotz aller Versuche des Spielleiter, die Facetten dieser Person auszuleuchten – aber wenn unter einem droht, die Kaiserstadt unterzugehen. Die Helden sind nicht mehr als Statisten, die zwar den letzten Schlag führen, aber nicht das Gefühl haben, sich diesen Sieg verdient zu haben. Kein Triumphgefühl und Rollenspiel nur im Sinne von “vorgefügte Rolle spielen”.

SidW wird immer mehr zu meinem persönlichen Hassabenteuer.


Coppi

12.12.2004, 08:38 Uhr ~ #60

Irgendwie “beruhigt” mich das zu lesen, danke. :-) Auch wenn ich die Sache von der anderen Seite betrachte, hab ich persönlich ja das Gefühlt, dass Galotta nicht von einer Heldengruppe getötet werden sollte. Nicht nur, dass das, egal wie fähig diese Helden sind, ihm selbst einen unwürdigen Abgang beschert, sondern ich kann mir gut denken, dass die Spieler hinterher sagen:

“Wie, das war alles? Er ist schon hin? Wieso ist das nicht früher passiert? Warum mussten wir kommen? Das hätte doch jeder andere auch tun können!”

Und so ist es ja auch – jede Heldengruppe kann bald von sich behaupten, Galotta getötet zu haben.

Meisterinformationen (anzeigen)

Am Ende von “1000 Oger” begeht Galotta lieber einen Selbstmordversuch, anstatt sich von dahergelaufenen Helden töten zu lassen – zumindest interpretiere ich es so – da ist es doch irgendwie bedauerlich für ihn, dass ihm etwas Vergleichbares später wieder passiert.

An der Stelle möcht ich fragen, ob irgend eine Heldengruppe dem toten Dämonenkaiser die Kopfhaut abgezogen hat? Warum? Weil noch immer ein hohes Kopfgeld auf ihn ausgesetzt ist. Ich hoffe ja, dass ihm wenigestens das erspart bleibt.

LG

Kathrin


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