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Thema: [SidW IV] Das Finale – Galottas Ende

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wuwu

17.12.2004, 18:28 Uhr ~ #76

Um wieder auf die ursprüngliche Fragestellung dieses Threads zurückzukommen auch einmal ein Beitrag von mir. Hier wurden zwar einige gute Ideen vorgebracht, wie man Galotta würdiger abtreten lassen kann, aber obwohl die in diesem Forum formulierten Posts zu SidW zu den qualifiziertersten überhaupt halte – wirklich brauchbares für MEINE Gruppe findet sich darunter leider nicht.

Einige Fragen stelle ich mir bereits jetzt im Vorfeld (Wir haben SidW letztens zu spielen begonnen und sind nach 16 Stunden spielen auf Seite 8....) – vor allem was das Ende angeht:

Da einer der Helden ein in Mechanik hochbegabter Zwerg ist, frage ich mich ob man die enorme Konstruktionsleitung Leonardos irgendwie behindern kann bzw. der fliegenden Festung Schaden durch das Zerstören empfindlicher Teile zufügen kann. Der Spieler wird diese Möglichkeit als erste sehen und irgendwie bekomme ich das Problem, warum braucht die Festung eigentlich soviel Mechanik, warum arbeiten hunderte Handwerker und Sklaven in ihr, wenn sie ohnehin nur durch den Tod Galottas aufzuhalten ist.

Zweite Frage: Was ist, wenn die Helden scheitern? Sie stehen vor Galotta machen evtl. einen Fehler und können eigentlich nur noch auf Galotta ‘draufhauen’.... Dann stehe ich vor der Wahl Galotta entweder einen unwürdigen Abgang zu bereiten oder die

Gruppe auszulöschen. Mir fehlt irgendwie die Möglichkeit einer rettenden Kavalerie, die in diesem AB wirklich schwerlich einzubauen ist.

Ich für meinen Teil halte es für durchaus plausibel, wenn Blakharaz befindet, dass Galottas Seele reif zur Ernte ist. Ich kann mir folgendes Szenario durchaus vorstellen: Die Helden scheitern in all ihren Bemühungen und können G. das Gift nicht verabreichen, er verhöhnt sie und sie wissen, dass nun alles untergehen wird. Einer der Helden vernimmt plötzlich ein feines, verführerisches Stimmchen in seinem Kopf: “Alles geht verloren...du weißt es. Ich kann dir die Möglichkeit geben diese schwarze Seele zu richten, nach deinem Willen – so wie es sein soll. Richte ihn, ich – ja ich – du kennst mich – ich kann dir die Möglichkeit dazu geben. Du kennst den Preis dafür. ” Und während G. seinen Triumph vor den Helden auskostet, in seiner Arroganz schwelgt und das M.O. des Weltenbrandes fortschreitet schwebt einer der Heshtotim auf besagten Helden zu und reicht ihm seine dämonische Waffe.

Kurz gesagt: Wenn ein Held seine Seele opfert, einen Pakt eingeht um tausende Garether und die Zukunft Aventuriens zu retten, dann wäre dieses Opfer imho groß genung um Galottas Ende mit diesem überreichten Schwert zu besiegeln – umringt von den hämisch lachenden Dämonen schreitet der Held auf G. zu und richtet ihn voll Zorn und Rachsucht mit einem einzigen Hieb.

Zurück bleibt die Sicherheit, dass das, was gesehen ist, wirklich eine ‘Leistung’ der Helden ist – besagter Held hätte mit Sicherheit das Gefühl, dass es seine Schuld ist, dass die Sadt des Lichts zerstört ist. Ein besonders tragisches Ende, aber das ‘Ass im Ärmel des Meisters’ , falls alle Bemühungen der Helden G. gegenüber fehlschlagen.

Ein Held mit verlorener Seele, die Gewissheit Blakharaz dem größten Triumph seit Ewigkeiten zugespielt zu haben (die Zerstörung der Stadt des Lichts wäre ja dann deswegen passiert) ringend mit der Sicherheit, hunderttausenden ein Schicksal wie bei Wehrheim erspart zu haben. Dramatik pur und bei dem guten Rollenspiel meiner Gruppe halte ich das für -wenn nicht die bessere, dann doch die stimmigere Lösung für Galottas Tod.

Was meint ihr?


Coppi

17.12.2004, 18:53 Uhr ~ #77

Meine Meinung dazu wäre:

Blakharaz benötigt keinen Helden, wenn er Galottas Seele “ernten” will. Er bräuchte nur “seine Hand zu schließen”, und Galotta wäre in wenigen Augenblicken tot.

Außerdem wäre es natürlich in seinem Interesse, wenn sein sterbliches Werkzeug als “Kaiser” seine Religion in der Welt verbreitet.

Blakharaz will Galotta höchstens dann richten, wenn ihm seine Seele zu entgleiten droht, und das ist es u. a., worauf der Lösungsansatz von Katharina und mir u. a. aufbaut ...

Wie man es auch dreht und wendet, Galottas Ende hat einfach keinen Platz für Helden! ;-)

LG

Coppi


Keideran Labharion

17.12.2004, 18:57 Uhr ~ #78

Sanya!

Wuwu, du spricht mein Problem an: Die Helden sahen keine Möglichkeit mehr als Draufzuhauen. Und sie hatten schon alles versucht, was in ihrer Macht stand.

Logische Konsequenz: Die Helden scheitern.

Weitere logische Konsequenz: Gareth wird vernichtet, Galotta triumphiert

Oder: Ein deus ex machina vollzieht, woran die Helden gescheitert sind.

Alles unbefriedigend.


Endijian von Tuzak

17.12.2004, 19:02 Uhr ~ #79

Zitat

Außerdem wäre es natürlich in seinem Interesse, wenn sein sterbliches Werkzeug als “Kaiser” seine Religion in der Welt verbreitet.

Das wage ich mal zu bezweifeln. Warum geht man eigentlich immer von logischem Denken der Erzdämonen oder bzw. Dämonen selbst aus? Sie sind chaotische Wesen, deren Motive kaum zu erkennen sind. Manchmal scheinen sie Dinge völlig unbegründet zu tun, ohne jeglichen Sinn für sich selbst. Vielleicht können die Menschen es nicht begreifen, vielleicht ist es aber auch die Laune der Dämonen ...

Gruß, Endijian


wuwu

17.12.2004, 19:17 Uhr ~ #80

@Coppi:

Zitat

Blakharaz will Galotta höchstens dann richten, wenn ihm seine Seele zu entgleiten droht, und das ist es u. a., worauf der Lösungsansatz von Katharina und mir u. a. aufbaut ...

Das wissen die Helden ja nicht, dass dem so ist – wir als Meister kennen zwar wie es gedacht ist, aber die Helden können ruhig miterleben wie Galottas Arroganz mit ihm durchgeht, er seine Größe preist, die Erzdämonen knechtet und an die der Götter heranreicht – denn die Vernichtung Gareths haben schon viele vor ihm versucht aber er sieht seinen Triumph als erster vor Augen – höchstes Glcük für ihn und die Bestätung seines Geistes und Größenwahns der nun zu tAge treten kann – kann man Galotta nicht in diesem Moment so darstellen dass er sich für den größten hält und nichts und niemand mehr zu fürchten hat? (Die Helden müssten in diesem Moment auch noch stimmgerweise genau dieses Gefühl haben – er ist unbesiegbar – von keiner Macht). Da würde ich als Big B. schon auf den Plan treten.

Zitat

Außerdem wäre es natürlich in seinem Interesse, wenn sein sterbliches Werkzeug als “Kaiser” seine Religion in der Welt verbreitet.

Das wissen die Helden wie ich meine eben nicht – durch solche Aussagen wie oben erwähnt würde sich Galotta vor Blakharaz ja selbst disqualifizieren und er holt sich noch das beste, was ihm übrigbleibt: die Seele Galottas, die des Helden und die Stadt des Lichts. Vielleicht auch noch ein paar Tausend, die Rache schöwren – was will man mehr?

Das Ab müsste eben an der Stelle modifiziert werden, dass die Helden in der Stunde von Galottas größtem Triumph Zeuge seiner ‘Lossagung’ von Blak. zu werden – die Helden spielen dann die richtende Hand – für den Fall dass sie vorher gescheitert sind. Was im AB steht und was die vorgeschlagenden Intentionen von G. sind, wissen die Spieler ja nicht – ich halte dieses Ende bei Versagen der Helden auf jeden Fall stimmiger. Ob man seinen Spielern eine Rolle eines solchen Paktieres zutraut, bleibt natürlich fraglich. Alternativ will Big. B. Galotta einfach nur gerichtet sehen und bedient sich der gesamten Heldengruppe, ohne dass diese dazu paktieren muss. Dazu müsste ich jetzt etwas weiter ausholen, momentan wollte ich nur auf deine Aussagen Bezug nehmen, deswegen lasse ich es erst mal ;)

Zitat

Wie man es auch dreht und wendet, Galottas Ende hat einfach keinen Platz für Helden!

Mag sein, dass das im Endeffekt zutrifft, im Moment will ich mich genau dagegen aber mit Händen und Füßen wehren...


Coppi

17.12.2004, 19:20 Uhr ~ #81

@ Endijian

Du kannst das so sehen, ich sehe das anders, aber ausschließlich in bezug auf Blakharaz. Da ich mich sehr intensiv mit Galotta und diesem Dämon beschäftigt habe, glaube ich, ein bisschen Einblick in seine “Denke” gewonnen zu haben – zumindest soweit es Galotta betrifft (und aus seiner Perspektive). Aber das muss natürlich nicht der Fall sein.

Ich habe trotzdem den Eindruck, dass ein großer Teil von Galottas Aktivität nicht von ihm selbst, sondern von Blakharaz ausgeht. Es ist ja auch nicht so, dass ein Paktierer in jedem Fall tun und lassen kann, was er will. Der Dämon hat subtile und weniger subtile Methoden, die schwachen Sterblichen zu überzeugen, in seinem Sinn zu handeln. Somit denke ich, dass alles, was Galotta an wichtigen Projekten unternimmt, mit dem Einverständnis, wenn nicht auf Wunsch des Dämons geschieht.

Für diese Annahme gehe ich aber davon aus, dass dem Herrn der Rache die Menschen, die mit ihm paktieren, nicht völlig egal sind, sondern dass er sie einschätzt und jeden so einsetzt, wie er ihm am nützlichsten sein könnte. Gerade von Blakharaz heißt es, er sei ein “ordentlicher”, geradezu penibel ordentlicher Dämon. Natürlich ist seine Logik aber mit menschlichen Maßstäben nicht vollständig zu durchschauen. Ich glaube aber, ich weiß, inwiefern Galotta sie durchschaut oder zu durchschauen glaubt.

Man kann Blakharaz' Einfluss übrigens sehr weit in Galottas Biografie zurück verfolgen. An Zufall glaub ich da nicht. ;-)

LG

Kathrin


Endijian von Tuzak

17.12.2004, 19:46 Uhr ~ #82

Zitat

Ich habe trotzdem den Eindruck, dass ein großer Teil von Galottas Aktivität nicht von ihm selbst, sondern von Blakharaz ausgeht.

Dann will also Blakharaz die Hingabe Nahemas gewinnen? :-)

Glaub mir, ich mag Galotta auch sehr als Figur. In den vielen Jahren ist er mir richtig ans Herz gewachsen. Die Vorstellung er habe all dies nur auf Einfluss des Herrn der Rache getan gefällt mir persönlich nicht.

Zitat

ich sehe das anders, aber ausschließlich in bezug auf Blakharaz.

Hmm, das ist natürlich ein Schwachpunkt Deiner Argumentation. Warum sollte dies nur auf Blakharaz zutreffen?

Das Beispiel Rhazzazor zeigt es mit Targunitoth. Der Schwarze Drache muss die Erzdämonin immer fürchten, TGT erinnert Rhazzazor bisweilen daran, dass er ihr gehört und sie ihn irgendwann auch zu sich holen wird.

Mir persönlich gefällt wuwus Alternative, die ich für mich als persönliche Option beibehalten werde. Ein großes Problem von Galottas Ende ist eben auch, dass man es ja nicht planen kann. Die Spielerideen können da von Runde zu Runde weit abweichen.

Gruß, Endijian


Coppi

17.12.2004, 19:57 Uhr ~ #83

Zitat

Dann will also Blakharaz die Hingabe Nahemas gewinnen? :-)

Sorry, aber diese Nahema-Sache ist ein rotes Tuch für mich – ich persönlich habe den Eindruck, diese Beziehungskiste wurde Galotta erst in SidW “angeflickt”, um ihm eine noch perversere Note zu geben.

Bisher hat er Nahema immer gehasst – mit Recht, ausgiebig und vernünftig. Es ist sehr einfach, kurz vor seinem Tod zu schreiben “Eigentlich hat er Nahema immer geliebt”, wenn man nicht versucht, es sich ausgiebig und persönlich rückblickend auf sein gesamtes Leben zu denken. >:-(

Die restlichen Dinge habe ich in meiner Argumentation ausreichend begründet, denke ich.

Zitat

In den vielen Jahren ist er mir richtig ans Herz gewachsen. Die Vorstellung er habe all dies nur auf Einfluss des Herrn der Rache getan gefällt mir persönlich nicht.

Das liegt wahrscheinlich an unserer unterschiedlichen Betrachtungsweise: Du siehst Galotta als Bösewicht an, ich als Mensch. Für einen Menschen ist es “erfreulich”, wenigstens zum Teil sozusagen entlastet werden zu können, wenn man so viele grässliche Taten vollbracht hat. Für einen Bösewicht ist es “erfreulich”, wenn er möglichst solo böse sein kann.

Der Stoff ist so komplex, dass ich Mühe habe, ihn ausführlich genug darzustellen, Sorry.

LG

Kathrin


Gast

17.12.2004, 20:10 Uhr ~ #84

Zitat

Der Stoff ist so komplex, dass ich Mühe habe, ihn ausführlich genug darzustellen, Sorry.

Ich denke, ich habe trotzdem verstanden was Du meinst. :-) Und Du gehst recht in der Annahme wenn Du sagst, ich würde Galotta als Bösewicht sehen. Und zwar als den besten der gesamten DSA Geschichte!

Gruß, Endijian


Katharina

17.12.2004, 20:13 Uhr ~ #85

@wuwu:

Zitat

Wenn ein Held seine Seele opfert, einen Pakt eingeht um tausende Garether und die Zukunft Aventuriens zu retten, dann wäre dieses Opfer imho groß genung um Galottas Ende mit diesem überreichten Schwert zu besiegeln. ... Einer der Helden vernimmt plötzlich ein feines, verführerisches Stimmchen in seinem Kopf: “Alles geht verloren...du weißt es. Ich kann dir die Möglichkeit geben diese schwarze Seele zu richten, nach deinem Willen – so wie es sein soll. Richte ihn, ich – ja ich – du kennst mich – ich kann dir die Möglichkeit dazu geben. Du kennst den Preis dafür.”

Ich finde, das ist eine durchaus interessante Idee! Aber:

Zitat

Ich für meinen Teil halte es für durchaus plausibel, wenn Blakharaz befindet, dass Galottas Seele reif zur Ernte ist.

Warum sollte er das tun? Galottas Seele gegen die irgendeines Pimpfes, der zudem nur aus der Not heraus agiert und nicht wirklich aus blakharazschen Prinzipien (sprich aus dem tiefen, schwelenden Wunsch nach Rache oder ähnlichem)? Bedenke: Galotta ist der Bote der Lohe! Er ist BLKs höchster Diener in Aventurien – und er ist gerade dabei, in Gareth zu landen, die Stadt des Lichts platt zu machen und seinen Samen zu pflanzen, der Gareth, die – nunmehr ehemalige – Stadt des Götterfürsten, zum mächtigsten denkbaren BLK-Insanctum auf Dere machen würde! Also ich als Erzdämon würde zweimal überlegen, ob ich mir das einfach so entgehen lasse ;-).

Klar, Erzdämonen sind chaotisch, aber es gibt genügend Beispiele in der jüngeren Geschichte, wo sie ein durchaus planvolles Vorgehen an den Tag gelegt haben und sich nicht plötzlich vor ihrem kaum noch aufhaltbaren größten Triumph plötzlich umentschieden haben. Bedenkt auch, dass gerade BLK immer wieder als einer der planvollsten Erzdämonen bezeichnet und beschrieben wird.

Abgesehen davon stimme ich Coppi zu:

Zitat

Blakharaz benötigt keinen Helden, wenn er Galottas Seele “ernten” will. Er bräuchte nur “seine Hand zu schließen”, und Galotta wäre in wenigen Augenblicken tot.

Coppis und meine Idee geht aber in eine ganz ähnliche Richtung wie die von wuwu: BLK wird Galotta richten, aber nicht aus einer Laune heraus, sondern weil die HeldInnen Galotta dazu bringen, sich so weit von seinem Patron abzuwenden, dass dieser gar nicht anders kann, als Galotta zu strafen (weil er nämlich selbst auch an seine eigenen Prinzipien gebunden ist). Wir werden der Gruppe vorher alle nötigen Informationen über Galotta an die Hand geben, damit diese das so durchziehen können.

Gruß, Katharina


Coppi

17.12.2004, 20:14 Uhr ~ #86

Dann bin ich ja beruhigt. ;-)

Na ja, eigentlich bin ich ja ganz froh, dass Galotta jetzt tot ist, wie auch immer er nun stirbt. Denn dadurch blieben ihm undendliche Möglichkeiten noch viel unangenehmerer, unangemessenerer und peinlicherer Tode erspart. :-)


wuwu

17.12.2004, 20:57 Uhr ~ #87

@Katherina:

Zitat

Bedenke: Galotta ist der Bote der Lohe! Er ist BLKs höchster Diener in Aventurien – und er ist gerade dabei, in Gareth zu landen, die Stadt des Lichts platt zu machen und seinen Samen zu pflanzen, der Gareth, die – nunmehr ehemalige – Stadt des Götterfürsten, zum mächtigsten denkbaren BLK-Insanctum auf Dere machen würde! Also ich als Erzdämon würde zweimal überlegen, ob ich mir das einfach so entgehen lasse ;-).

Da stimme ich dir natürlich zu, aber darauf hat mich ja bereits Coppi hingewiesen und ich habe versucht meine Meinung darzulegen

Zitat

wir als Meister kennen zwar wie es gedacht ist, aber die Helden können ruhig miterleben wie Galottas Arroganz mit ihm durchgeht, er seine Größe preist, die Erzdämonen knechtet und an die der Götter heranreicht – denn die Vernichtung Gareths haben schon viele vor ihm versucht aber er sieht seinen Triumph als erster vor Augen – höchstes Glück für ihn und die Bestätung seines Geistes und Größenwahns der nun zu Tage treten kann – kann man Galotta nicht in diesem Moment so darstellen dass er sich für den Größten hält und nichts und niemand mehr zu fürchten hat? (Die Helden müssten in diesem Moment auch noch stimmgerweise genau dieses Gefühl haben – er ist unbesiegbar – von keiner Macht). Da würde ich als Big B. schon auf den Plan treten.

Sprich meiner und eurer Vorschlag schlägt in die selbe Kerbe: Blakahraz bekommt einen Grund einzugreifen. Ich finde es wie gesagt stimmungsvoll, Galotta in Moment seines absoluten Triumphes ein wenig ‘abheben’ zu lassen und seine Arroganz in ihm den Gedanken aufkommen zu lassen, dass er sogar Erzdämonen knechten kann – sein Wille und der Splitter haben ihn in eine Postion gebracht, wo er mit Fug und Recht behaupten kann, das Chaos unzähliger Dämonen in eine ihm gefällige Ordung gebracht zu haben. Genau im Moment dieser Erkenntnis

sind die Helden bei ihm und er wird sich imo die Chance nicht entgehen lassen sie daran teil haben zu lassen; im Sinne von ‘Seht her ich bin der Größte!’ – mir würde sogar gefallen, dass er die Zerstörung Gareths mit Dexter teilen will – einem seiner größten Widersacher und er die Beherrschung kurz abfallen lässt, um sich am Entsetzen Nemrods zu laben.

Ich als Erzdämon (hehe) würde in dieser Situation versuchen noch das maximale herauszuholen. Ein direktes ‘seine Hand um ihn schließen’ wäre denkbar (ergäbe aber die Peep-Show Situation der Helden), aber mehr gewinnt B. in kosmologischer Hinsicht doch dadurch, wenn dieser ‘karmatischer Kausalknoten’ durch Zorn, Rache und parteiische Gerichtsbarkeit aufgelöst wird – die Rolle eines Helden.

Wie gesagt – nur falls es den Helden nicht gelingt durch List und Tücke G. das Gift einzuflößen, ich habe zwar keine Ahnung wie das funktionieren soll, aber meine Spieler haben mich schon oft positiv überrascht (aber ebensooft negativ ;) ) Eurer Vorschlag – G. dazu bringen sich von seinen Prinzipien ‘loszusagen’ um B. Eingreifen zu erwirken, ist ebenso umsetzbar, ein anderer Lösungsweg zum gelingen als das Gift – nur dass ich explizit eine andere Lösung als den Tod der Gruppe brauche, falls die Helden scheitern.

Die Entscheidung, ob man einen Pakt einen Pakt eingehen will, liegt ohnehin im Ermessen der Spieler – aber ich leite nicht geren ABs, von denen ich der Meinung bin, die Helden können nicht lebend rauskommen. (was auf SidW im Moment zutrifft). Wenn der Pakt abgelehnt wird, kann ich wenigstens von mir behaupten: “Ich habs versucht.” Das könnte ich momentan nicht.


Katharina

18.12.2004, 01:54 Uhr ~ #88

Zitat

Ich finde es wie gesagt stimmungsvoll, Galotta in Moment seines absoluten Triumphes ein wenig ‘abheben’ zu lassen und seine Arroganz in ihm den Gedanken aufkommen zu lassen, dass er sogar Erzdämonen knechten kann – sein Wille und der Splitter haben ihn in eine Postion gebracht, wo er mit Fug und Recht behaupten kann, das Chaos unzähliger Dämonen in eine ihm gefällige Ordung gebracht zu haben.

:-) Ja, so ist es im Prinzip gedacht, nur dass Galotta nach Coppelias Lesart diese Arroganz schon sehr lange besitzt und auch nie wirklich abgelegt hat – er will bis zum Schluss nicht wahrhaben, dass seine Seele nicht mehr ihm, sondern seinem Patron gehört. Er glaubt nach wie vor an die Macht seines eigenen Geistes (darin ist er Magierphilosoph geblieben), und er ist blind gegenüber der Tatsache, dass es sein Pakt ist, der ihm einen Großteil seiner Macht verleiht und dass er mitnichten mit seinem Geist die chaotische Natur unterwirft, sondern durch seine eigene Unterwerfung unter dämonische Prinzipien die Natur chaotisch pervertiert (und damit lacht er allen magierphilosophischen Prinzipien Hohn).

Zitat

Ein direktes ‘seine Hand um ihn schließen’ wäre denkbar (ergäbe aber die Peep-Show Situation der Helden)

Stelle es Dir so vor: Galottas Dämonenmahl ist ein Gewebe von ‘Zornesadern’ auf seiner Stirn, die rot pulsieren und ihm zuweilen unsägliche Schmerzen zufügen. Kathrin nennt das die ‘Hand des Schwarzen Mannes’, die Hand Tyakramans, mit der er seinen Diener gezeichnet hat, beherrscht und bestraft. Ich finde die Idee eigentlich nicht schlecht, dass die HeldInnen das Maß ihrer Einflussnahme an diesem Pulsieren ablesen können. Je unzufriedener BLK während des Finales mit seinem Boten der Lohe wird, um so deutlicher pulsieren die Adern und umso mehr nimmt der Ausdruck von Schmerz auf Galottas Gesicht zu. Die HeldInnen haben dadurch einen Indikator, wann sie auf der richtigen Spur sind.

Zitat

aber mehr gewinnt B. in kosmologischer Hinsicht doch dadurch, wenn dieser ‘karmatischer Kausalknoten’ durch Zorn, Rache und parteiische Gerichtsbarkeit aufgelöst wird – die Rolle eines Helden.

Ich finde die Idee wie gesagt eigentlich auch sehr gut – und werde sie in meiner Final-Ausarbeitung auch bedenken. Allerdings ist es schon eine wirklich drastische Maßnahme – ich als Meisterin drehe meinen SpielerheldInnen nicht mal eben einen Dämonenpakt an. Man dürfte dieses ‘Angebot’ deshalb meiner Meinung nach nicht zu stark machen (“entweder du paktierst oder Galotta siegt und vernichtet Gareth”), sondern es wirklich als Angebot belassen – das eine einfache und schnelle Lösung des Problems (= des Finales) herbeiführen würde, die andernfalls nur sehr viel schwieriger zu erreichen wäre. Das liegt letztlich natürlich auch sehr an den jeweiligen SpielerInnen; ich glaube, ich als Spielerin würde ganz ernsthaft die Gruppe verlassen, wenn ich vor die oben skizzierte ausschließliche Wahl gestellt werden würde.

Gruß, Katharina


wuwu

18.12.2004, 12:32 Uhr ~ #89

@Katherina: Eigentlich kann ich dir nur in allen Punkten zustimmen – vor allem habe ich ebenfalls schon in Zwiefel gestellt, ob man seinen Spielern einen Pakt andrehen kann bzw. will.

Zitat

Ob man seinen Spielern eine Rolle eines solchen Paktieres zutraut, bleibt natürlich fraglich.

Zutrauen 1. im Sinne von: “Könnte die betreffende Person soetwas glaubhaft spielen?” und 2. gleichbedeutend mit: “Kommen diese damit klar oder fühlen sie sich vom Meister vorgeführt?!” Nur wenn man beide Fragen eindeutig mit ja beantworten kann, solte man eine solche Möglichkeit auch in Erwägung ziehen. Ich kann das von meiner Gruppe behaupten – vor allem deshalb, weil ich solche Dinge schon bei Erstellung der Helden frage: “Kannst du dir auch eine tragische Rolle deines Helden vorstellen?” Einer der Gruppe hat z.B. verfluchte Kinder und seine Frau verstarb bei der Geburt augrund einer Prophezeihung. Seitdem lebt er nur zu dem Zweck seine Kinder vom Fluch zu erlösen und zu einen – ein gewisses ‘Frodo-Element’ und es hat unsere Gruppe im positiven Sinne stark beeinflußt.

Genauso wie du meinen Vorschlag als süße Verlockung als Alternative einbauen könntest, werde ich euren Vorschlag als weiteren Lösungsweg andeuten, den meinigen aber als ‘wenn-alle-Stricke-reißen-habt-ihr-noch-eine-einzige-Möglichkeit’ verwenden. Vor allem, weil ich dem Jungspund der Gruppe (erst 6. Stufe) damit eine entscheidende Rolle zuspielen kann, die erstens zu ihm passt wie die Faust aufs Auge und zweitens ihn solch ein Pakt tiefer in das Gruppengefüge bringen würde. (Seltsam, aber trifft zu, bei Wunsch kann ich weiter ausholen ;) )

Im Endeffekt meine ich zu behaupten, dass unsere Ideen auf dem selben Grundgedanken fußen (und wir damit wahrscheinlich ein ähnliches Bild von Galotta im Kopf haben) nur nur der Verwendungszweck dieser Idee leicht abweicht.

Aber um auf eine weitere Frage in meinem ersten Post zurückzukommen:

Zitat

Da einer der Helden ein in Mechanik hochbegabter Zwerg ist, frage ich mich ob man die enorme Konstruktionsleitung Leonardos irgendwie behindern kann bzw. der fliegenden Festung Schaden durch das Zerstören empfindlicher Teile zufügen kann. Der Spieler wird diese Möglichkeit als erste sehen und irgendwie bekomme ich das Problem, warum braucht die Festung eigentlich soviel Mechanik, warum arbeiten hunderte Handwerker und Sklaven in ihr, wenn sie ohnehin nur durch den Tod Galottas aufzuhalten ist.

Zum Beispiel halte ich die Idee sehr schön, dass durch einen Sabotageakt in einem empfindlichen Teil der Festung die Helden etwas Zeit herausschinden – sie können noch einige Leute retten bevor sie zum Raum der Rache vordringen. Solch einen Vorschlag im AB vermisse ich irgendwie.


Liska

10.01.2005, 22:23 Uhr ~ #90

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe es ist gestattet sich “unbekannterweise” mit ins Thema einzuklinken ;-). Ich meistere für meine Heldentruppe, wie ihr ja auch SidW, und bin bei meinen Recherchen im Netz auf dieses äußerst kompetente Forum gestoßen. Es beruhigt mich irgendwie zu lesen dass auch andere mit dem Ende und so einigen Passagen des Abenteuers unglücklich sind und alternative Enden erwägen. Mein erster Gedanke war besagtes Gift ganz und gar aus dem Abenteuer zu streichen und eher auf einen psychologischen Effekt zu setzen – ähnlich eurer Idee des Eingreifens Tyakramans und dem Psychospiel mit Gaius. Bis mir einfiel dass es da ja noch diese kleine Dämonin mit einer blutigen Sanduhr in den Händen gibt, die sich stark für mächtige Magier interessiert. Heskatet wäre meines Erachtens nach der perfekte Weg um Galottas Seele so zu gefährden dass ein Eingriff Tyakramans gerechtfertigt ist. (wegens der Seelenernte und so...). Wenn man (also Meister ;-))es richtig verpackt kann man im Verlaufe des Abenteuers (bsw. wenn die Helden nach der Schlacht das erste Mal auf der Festung sind) darauf hinweisen dass Galotta ein Problem mit Sanduhren und verrinnender Zeit hat, vielleicht folgen ihm ja sogar (nur für den Helden sichtbar) blutige Kinderfusspuren und Heskatet versucht eventuell sogar auf die Helden Einfluss zu nehmen um Supermagier Galotta endlich in ihre Heimat führen zu können. Ihr seht schon die Gedanken sind noch nicht ganz ausgereift aber vielleicht stellen sie ja nochmal einen möglichen, neuen Aspekt da. Ich hoffe auf zahlreichen Denkanstösse und wünsche noch einen schönen Abend.

Grüße,

Liska


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